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Amazon: Eine Rekordaktie!

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Amazon ist in der Corona-Krise einer der ganz großen Gewinner an der Börse. Beflügelt durch gute Geschäfte in der Krise und durch starke Quartalszahlen steigt die Amazon-Aktie nach dem kurzen März-Rücksetzer unaufhaltbar an – bis zuletzt auf ein Rekordhoch von fast 3.514 Dollar.

Angesichts dieses hohen absoluten Kurswerts scheint ein Aktiensplit, mit dem zuletzt zum Beispiel Apple oder Tesla ihre Anteile optisch billiger gemacht haben, denkbar. Bei Amazon +0,18% hatte es in der Geschichte bereits drei solche Schritte gegeben, allerdings alle kurz nach dem Börsengang Ende des vergangenen Jahrtausends.

Mit dem aktuellen Niveau liegt der Kurs knapp 90 Prozent über dem Stand von Ende 2019. Das Papier setzte damit den rasanten Höhenflug der vergangenen Jahre fort. Auf die zurückliegenden fünf Jahre gesehen summieren sich die Kursgewinne auf rund 575 Prozent und seit Juni 2010 beläuft sich das Plus auf fast 2.700 Prozent.

Noch imposanter lesen sich die Zahlen, wenn man auf die Zeit seit dem Börsengang im Jahr 1997 blickt. Seitdem verteuerte sich der Wert Amazons im Vergleich zu dem um Aktiensplits bereinigten Ausgabepreis von 1,5 Dollar um etwas mehr als 230.000 Prozent. Damit reicht Amazon bei dieser Wertung fast an den Softwarekonzern Microsoft heran. Der Kurs der Microsoft-Aktie legte seit dem Börsengang im Jahr 1986 um mehr als 300.000 Prozent zu.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz der Kursrally sind die meisten Analysten mit Blick auf die weitere Kursentwicklung optimistisch. 50 der 54 von Experten empfehlen das Papier zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 3.650 Dollar und damit 200 Dollar über dem Niveau, das die Aktie aktuell innehat. Viele Experten hoben nach der Vorlage der Zahlen zum zweiten Quartal ihre Kursziele für die Aktie an.

In einem Quartal, in dem die Mehrzahl der stationären Geschäfte wegen der Corona-Pandemie zumindest zeitweise schließen musste, spielte Amazon nach Ansicht von DZ-Bank-Experte Ingo Wermann seine dominante Position im Onlinehandel "gnadenlos" aus. Zudem habe das Unternehmen in den wesentlich ertragsstärkeren Geschäftsfeldern spürbar zulegen können. Er hob wegen der hervorragenden Perspektiven für den Onlinehandel, das Werbegeschäft, den Abonnement-Bereich sowie die Cloud-Sparte seine Prognosen an. Den fairen Wert der Aktie erhöhte Wermann von 3.400 auf 4.150 Dollar.

Auch Analyst Ross Sandler von der britischen Investmentbank Barclays zeigt sich von der starken Quartalsvorlage überrascht. Der Umsatz habe die Erwartungen um 9 Prozent übertroffen, während das operative Ergebnis um ein vielfaches höher sei, schrieb er in einer Studie. In all den Jahren, in denen er Amazon beobachte, habe er solch ein herausragendes Ergebnis in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld nicht gesehen.

Einziger Wermutstropfen ist nach Ansicht von Lars Lusebrink von Independent Research das Nachlassen der Wachstumsdynamik bei AWS. Dies sei aber derzeit noch nicht kritisch, zumal im zweiten Quartal zahlreiche neue Kunden gewonnen wurden.

Mit Material von dpaAFX.
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