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Amazon kann nicht jeden Kampf gewinnen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Viele Unternehmen verlieren im Kampf mit dem neuartigen Coronavirus – der E-Commerce-Riese Amazon zählt jedoch zu den klaren Gewinnern der Krise. Doch auch das Online-Schwergewicht kann nicht jeden Kampf gewinnen.

Im Ringen um einen an Microsoft +1,36% vergebenen Cloud-Großauftrag des US-Verteidigungsministeriums hat Amazon +1,61% einen Rückschlag erlitten. Denn die interne Kontrollbehörde des Pentagons hat in einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung keine formellen Fehler bei der Auftragsvergabe festgestellt.

Amazon ist der Ansicht, den Auftrag im Wert von rund 10 Milliarden US-Dollar wegen unzulässigen Drucks von Präsident Donald Trump nicht bekommen zu haben. Trump hat den Konzern immer wieder offen kritisiert.

Im Bericht der Kontrollbehörde hieß es nun, der Vorwurf habe wegen der fehlenden Kooperation des Weißen Hauses "nicht abschließend bewertet" werden können. Allerdings gebe es keine Hinweise darauf, dass die mit der Vergabe befassten Beamten im Pentagon beeinflusst worden seien.

Das Verteidigungsministerium begrüßte den Bericht und erklärte, damit sollte der Streit um den Auftrag ein Ende haben, damit die "Kämpfer an der Front" endlich von den nötigen Cloud-Diensten unterstützt werden könnten.

Amazons Web-Plattform AWS ist im lukrativen Cloud-Geschäft mit IT-Diensten und Speicherplatz im Internet klarer Marktführer und hatte lange als Favorit für den Auftrag gegolten.

Cloud-Geschäft hochattraktiv

Um zu sehen, wie unglaublich attraktiv die Cloud für die Tech-Giganten ist, genügt ein Blick in die Quartalsberichte:

Amazon hat im vierten Quartal einen Cloud-Umsatz von 9,95 Milliarden Dollar verzeichnet. Respektabel – auch wenn das Wachstum nur noch 34 Prozent betrug.

Microsoft verzeichnet in seiner Sparte „Intelligent Cloud“, wo sowohl Server-Produkte als auch der Infrastruktur-Dienst Azure bilanziert werden, zuletzt ein Wachstum von 27 Prozent auf rund 2,50 Milliarden Dollar.

Das macht die Aktie von Amazon

Die Aktien von Amazon +1,61% haben am Mittwoch in einem schwachen Marktumfeld ein neues Rekordhoch bei 2.333,37 Dollar erreicht. Zum Handelsschluss belief sich das Plus auf 1,1 Prozent, womit sie 2.307,68 Dollar wert waren.

Die Anteile des Online-Giganten zählen in der gegenwärtigen Virus-Krise zu den großen Gewinnern am Aktienmarkt. Weil weltweit viele Geschäfte wegen der Pandemie geschlossen bleiben müssen, tätigen die Menschen ihre Einkäufe noch mehr über das Internet.

Mit Material von dpaAFX.
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