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Amazon: Steigende Umsätze – aber sinkende Gewinne

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der boomende Handel im Internet und florierende Cloud-Dienste bescheren Amazon in der Corona-Krise starke Umsatzzuwächse. Zusätzliche Mitarbeiter und Investitionen in die Lieferlogistik sorgen jedoch für Beunruhigung.

Ausgangsbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie haben die Nachfrage nach Amazons Lieferdiensten in vielen US-Regionen in den letzten Monaten regelrecht explodieren lassen. Das Unternehmen tat sich mit dem großen Andrang jedoch schwer und war zeitweise überfordert.

Im ersten Quartal stieg der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreswert um 26 Prozent auf 75,5 Milliarden Dollar (68,9 Mrd. Euro). Allerdings hat Amazon wegen der Pandemie auch hohe Ausgaben – etwa aufgrund einer Einstellungsoffensive angesichts des großen Kundenansturms auf seine Lieferdienste. Im März wurde angekündigt, 100 000 Beschäftigte anzuheuern, um die gestiegene Nachfrage zu bewältigen.

Der Quartalsgewinn fiel daher um rund 30 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar. Die größten Belastungen stehen jedoch noch bevor. Für das laufende Vierteljahr warnte Amazon vor Sonderkosten von rund 4,0 Milliarden Dollar wegen der Corona-Pandemie. Der Konzern will etwa in seine Lieferlogistik investieren. Für das Betriebsergebnis gab Amazon eine Prognose in einer Spanne von minus bis plus 1,5 Milliarden Dollar ab und stellte einen Anstieg der Erlöse zwischen 18 und 28 Prozent in Aussicht. Amazon betonte, dass verlässliche Vorhersagen derzeit schwer seien.

Verlassen kann sich der Konzern in der Ära des Zuhausebleibens und der Heimarbeit indes weiter auf sein lukratives Cloud-Geschäft, das IT-Dienste und Speicherplatz im Internet umfasst. Amazons Aushängeschild, die Web-Plattform AWS steigerte die Einnahmen im jüngsten Quartal um fast ein Drittel auf 10,2 Milliarden Dollar. Der Betriebsgewinn der Sparte wuchs sogar um rund 40 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar.

Das macht die Aktie von Amazon

Analysten lobten, dass der Versandhändler den Umsatz kräftig gesteigert habe. Der Ausblick für den Gewinn im laufenden Quartal sei aber enttäuschend ausgefallen.

Die Aktie reagierte daher nachbörslich zunächst mit deutlichen Kursverlusten von 4,8 Prozent auf den Quartalsbericht. Dennoch zählt Amazon in der Krise bislang unbestritten zu den großen Gewinnern. In den letzten drei Monaten ist der Aktienkurs um über 30 Prozent gestiegen und hat ein neues Rekordhoch bei 2.475 Dollar erreicht.

Mit Material von dpaAFX.
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