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Amazon und Microsoft mit neuen Allzeithochs – auch GAFAM-Index mit neuer Rekordmarke

| Quelle: DER AKTIONÄR | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Es gibt kein Halten mehr: Angetrieben von der Kursrallye bei Amazon und Microsoft steigt auch der GAFAM-Index auf ein neues Rekordhoch. Während der E-Commerce-Riese und das Software-Urgestein mit neuen Allzeithochs glänzen können, hinken Facebook und Alphabet deutlich hinterher. Die Apple-Aktie notiert derweil nur noch knapp unter dem bisherigen Rekordhoch. 

Bei den Index-Mitgliedern stehen aktuell diese News im Fokus der Anleger:

Amazon: Aktie steigt immer höher 

Amazon ist an der Börse nicht zu stoppen. Am Donnerstag kletterte die Aktie zwischenzeitlich auf 2.995 Dollar – und damit so hoch wie noch nie zuvor. Seit Jahresanfang hat Amazon nun 57 Prozent zugelegt. Die Anleger ließen sich auch nicht davon stören, dass Amazon den Prime Day bis mindestens Anfang Oktober verschoben hat. Normalerweise findet das Shopping-Event im Juli statt. Grund für die Verzögerung ist die Coronakrise. Die Logistikcenter sollen nicht überlastet werden. 

Der Prime Day hat sich für Amazon als Top-Einnahmequelle erwiesen. Im vergangenen Jahr erlöste der Konzern bei dem Event 7,2 Milliarden Dollar. 2015, beim ersten Prime Day, waren es nur 900 Millionen.

Microsoft: Freundliches Börsenumfeld treibt Aktie an

Im Sog eines freundlichen Börsenumfelds sprangen die Anteilsscheine des Softwareherstellers Microsoft auf ein Rekordhoch. Zuvor konnten die Halbleiterunternehmen Micron und Xilinx bei den Anlegern mit positiven Umsatzprognosen überzeugen und sorgten für ein starkes Sentiment gegenüber Tech-Werten.

Alphabet: Diese Übernahme könnte Goolge zum Durchbruch auf dem Datenbrillen-Markt verhelfen 

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, übernahm Google kürzlich das auf Smartglasses spezialisierte Start-up North. Fortan soll das technische Knowhow der North-Mitarbeiter in die Produktion neuer Hardware-Komponenten für Ambient Computing einfließen. In diesem Bereich fasst Google seine Projekte und Geräte zusammen, die das alltägliche Leben mit Technik bereichern, wie zum Beispiel Maps oder Google Nest Hub.  

Zudem könnte dies zur Produktion einer neuen Datenbrille führen und dem Suchmaschinen-Riesen nach dem Scheitern von Google Glass möglicherweise zum Durchbruch auf dem Smartglasses-Markt verhelfen.

Facebook: Vorstoß gegen die Selbstverpflichtung

Der Aktie von Facebook ist am Donnerstag, dem gleichzeitig letzten US-Handelstag der vergangenen Woche, knapp unterhalb des Allzeithochs wieder nach unten gedreht. Facebook hat gegen eine Selbstverpflichtung verstoßen, keine Daten mehr an Apps zu geben, die länger als 90 Tage nicht genutzt werden.

Nach dem Cambridge-Analytica-Skandal habe man 2018 diese Regel festgelegt. Kürzlich habe man jedoch bemerkt, dass in einigen Fällen Apps weiterhin die Daten empfangen, selbst wenn die App in den vergangenen 90 Tagen nicht benutzt worden sei. Dabei habe es sich um Daten gehandelt, die zuvor auch von den Nutzern freigegeben worden seien.

Man habe jedoch keine Beweise dafür gesehen, dass dieses Problem dazu geführt habe, dass Informationen ausgetauscht wurden, die nicht mit den Berechtigungen übereinstimmten. Facebook hat nach eigenen Angaben die Lücke umgehend geschlossen. "Wir werden das Problem weiter untersuchen und der Transparenz bei größeren Aktualisierungen weiterhin Priorität einräumen."

Apple: Erneute Ladenschließungen wegen Corona

Der Technologiekonzern hat aus Sorge um eine zweite Welle der Corona-Pandemie in den USA mehrere Läden dichtgemacht. Insgesamt sind laut Unternehmensangaben derzeit 77 Apple-Stores in sieben Bundesstaaten geschlossen. Bereits im März hatte der Konzern den Betrieb in sämtlichen stationären Geschäften vorübergehend eingestellt.

Apple betreibt weltweit über 500 eigene Läden, wovon alleine 270 in den USA beheimatet sind. Laut einer Analyse von JPMorgan steuern die hauseigenen Filialen einen immer größeren Anteil am Konzernumsatz bei. 2019 wuchs der Umsatz von Apples Retail-Stores um insgesamt 5 Prozent auf nun 81 Milliarden US-Dollar – das entspricht rund 31 Prozent am Gesamtumsatz.

In Panik verfallen müssen Anleger wegen der Schließungen aber erst mal nicht, denn der Konzern verkauft auch Online und hat noch viele wachstumsträchtige Geschäftsbereiche im Portfolio.

Jan Paul Fori

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