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Anteil aufgestockt: Aston Martin wird ein bisschen Mercedes

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Daimler-Pkw-Tochter Mercedes-Benz steigt stärker bei dem kriselnden britischen Luxus-Sportwagen-Hersteller Aston Martin Lagonda ein. Mercedes werde den Briten Zugang zu neuen Technologien ermöglichen, teilten die Unternehmen mit. Daimler stocke seinen Anteil von derzeit 2,6 Prozent im Gegenzug auf bis zu maximal 20 Prozent auf.

Die Stuttgarter erhalten in den kommenden drei Jahren neu auszugebende Aktien von Aston Martin in mehreren Schritten bis zu einem Gesamtwert von 286 Millionen Britischen Pfund (315 Millionen Euro). Aston Martin bekommt dafür unter anderem Hybrid- und Elektroantriebsstränge der nächsten Generation sowie andere Fahrzeugkomponenten und -systeme.

Die Daimler-Aktie +0,73% konnte von dem Deal am Mittwoch nicht profitieren. Im allgemein sehr schwachen Umfeld sackt der DAX-Wert um mehr als sechs Prozent ab.

12-Monats-Chart Daimler (in Euro)


Aston Martin wurde im Frühjahr von einem Konsortium um den kanadischen Milliardär und Formel-1-Magnaten Lawrence Stroll über eine Finanzspritze gerettet. Danach holte Stroll den Ex-Chef der Mercedes-Tuning-Tochter AMG, Tobias Moers, als Vorstandschef zu den Briten.

"Die Möglichkeiten der Technologie von Mercedes-Benz werden grundlegend dafür sorgen, dass unsere künftigen Produkte wettbewerbsfähig bleiben und dass wir effizient in die Gebiete investieren können, die unsere Produkte wahrlich von anderen abheben", sagte Moers. "Die Liefervereinbarungen für diese neuen Technologien werden zu vereinbarten kommerziellen Bedingungen erfolgen", sagte Mercedes-Manager Wolf-Dieter Kurz.

Der Hersteller der Sportwagen, mit denen James Bond im Film Verbrecher jagt, kämpft schon länger gegen eine schwere Krise. Erst spät reagierte Aston Martin auf den Trend zum SUV und hinkt bei der Entwicklung von Elektroautos hinterher. Jetzt kündigten die Briten das Ziel an, bis zum Geschäftsjahr 2024/25 einen Absatz von 10.000 Fahrzeugen, zwei Milliarden Pfund Umsatz und 500 Millionen Pfund operativen Gewinn zu erreichen. Mit einer erneuten Kapitalerhöhung, Krediten und neuen Schuldscheinen verschaffte sich das Unternehmen frische Mittel von rund 1,3 Milliarden Pfund.

Aston Martin +3,241% war im Oktober 2018 für damals 1.900 Pence je Aktie an die Börse gegangen. Recht zügig danach ging es rasant bergab mit dem Kurs - im ersten Halbjahr belastete zudem die Ausgabe neuer Aktien. Zuletzt kostete die Aktie nur noch etwas mehr als 50 Pence.

12-Monats-Chart Aston Martin (London, in Britische Pence)


Aston Martin legte auch Zahlen zum dritten Quartal und einen Plan für die kommenden Jahre vor. Zwischen Juli und Ende September lag der Umsatz mit 124 Millionen Pfund rund die Hälfte unter den Erlösen im Vorjahreszeitraum. Der Verlust vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sonderposten betrug 29 Millionen Pfund nach einem operativen Gewinn von 43 Millionen Pfund vor Jahresfrist. Bis zum Jahr 2025 soll der Umsatz nun auf 2 Milliarden Pfund stark zulegen, das operative Ergebnis auf rund 500 Millionen Pfund. (Mit Material von dpa-AFX)

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