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Apple-Aktie bricht nach Umsatzwarnung ein

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach einer Umsatzwarnung infolge der Coronavirus-Epidemie haben die Aktien von Apple am Dienstag im vorbörslichen US-Handel deutlich nachgegeben. Noch bevor nach dem Feiertag zum Wochenstart an der Wall Street wieder regulär gehandelt wird, ging es für die Papiere des Technologiekonzerns bereits um 3,6 Prozent auf 313 US-Dollar nach unten.

Apple < US0378331005> hatte am Montagabend gewarnt, wegen des Coronavirus in China seine erst wenige Wochen alte Umsatzprognose für das laufende Quartal zu verfehlen. Bei iPhones gebe es Lieferengpässe, weil die Produktion in China langsamer hochgefahren werde als geplant.

Die Werke der Apple-Fertiger wie Foxconn und Pegatron sowie der wichtigsten Zulieferer befinden sich zwar außerhalb der besonders von der neuen Lungenkrankheit Covid-19 betroffenen Provinz Hubei. Doch in China wurden auch anderswo die traditionellen Ferien zum chinesischen Neujahrsfest verlängert, um eine Ausbreitung zu vermeiden. Alle Produktionswerke liefen zwar wieder. Aber: "Die iPhone-Lieferengpässe werden vorübergehend den Umsatz weltweit beeinträchtigen."

Wie es derzeit aussieht, wird der Aktienkurs von dieser Nachricht unter die für Anleger wichtige kurzfristige 20-Tage-Linie bei 319 Dollar gedrückt. Bereits Ende Januar hatte der raketenhafte Kursanstieg an Schwung verloren. Insgesamt verzeichneten die Papiere einen Wertzuwachs von 230 Prozent seit dem Zwischentief Anfang 2019.

Analysten bleiben standhaft

Für Experten ist es dagegen völlig unverständlich, wie überhaupt jemand von dieser Entwicklung überrascht sein könne. Es sei klar gewesen, dass es infolge des Coronavirus Einschnitte bei Produktion und Konsum in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt geben werde. Apple sei hier der Indikator für die zukünftige Entwicklung der Gewinne der davon betroffenen Firmen.

Trotz der schlechten Nachrichten veränderte kein Analyst seine Empfehlung für die Apple-Aktie, wenngleich einige Kursziele angepasst wurden. Dies sei "nicht schön, aber kein Beinbruch und angesichts menschenleerer Straßen in China auch keine große Überraschung", erklärte Experte Ingo Wermann von der DZ Bank.

Laut Analyst Samik Chatterjee von der US-Bank JPMorgan ändert sich mit Blick auf Apple nichts am langfristigen Szenario. So dürfte es für 5G-fähige iPhones eine große Nachfrage geben. Die Probleme des ersten Quartals dürften jedoch auch noch in das zweite Quartal hineinwirken.

Ein Händler nannte die Umsatzwarnung "keine komplette Überraschung", die Nachricht könne allerdings "Schockwellen durch die Technologiewelt senden".

Mit Material von dpaAFX.
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