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Apple-Auto: Jetzt wird’s konkret

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Schon seit Jahren wird über ein Apple-Auto spekuliert – aktuell häufen sich Berichte, die immer konkreter werden. Jetzt hat sich Hyundai laut einem Pressebericht nach Partnern für den Bau eines E-Autos von Apple umgeschaut.

Die Südkoreaner hätten mit möglichen Partnern über ein mehrere Milliarden Dollar schweres Investitionspaket gesprochen, berichtete das "Wall Street Journal" am Freitag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Im Detail soll es darum gehen, dass Kia 2024 damit beginnen könnte, Autos unter der Marke des kalifornischen Technologiekonzerns zu bauen. Die Konzernmutter Hyundai habe dazu mit Apple über ein Investment in Höhe von 3 Milliarden Dollar gesprochen.

Weitere Hinweise in den vergangenen Wochen

Schon in den vergangenen Wochen verdichteten sich Hinweise, dass der iPhone-Konzern nach Südkorea schaut. Die Kia-Schwesterfirma Hyundai bestätigte dem Finanzdienst Bloomberg Verhandlungen mit Apple – nur um wenig später lediglich vom "Interesse diverser Unternehmen" zu sprechen.

Der in Apples Zuliefererkette bestens vernetzte Analyst Ming-chi Kuo schrieb, Hyundais neue Elektroauto-Plattform E-GMP solle als Basis für das Fahrzeug des Elektronik-Riesen dienen. Hyundai stellt bei E-GMP eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern in Aussicht – und verspricht, mit einer Schnellladefunktion 80 Prozent der Batteriekapazität binnen 18 Minuten auffüllen zu können.

Bestätigt ist noch nichts

Apple hat die seit Jahren umgehenden Gerüchte um einen Plan zum Einstieg in die Autobranche nie bestätigt. Fraglich ist unter anderem, in welchem Ausmaß Apple selbst am Bau von Autos beteiligt wäre oder nur Technik und Software beisteuert.

Das einzige unwiderlegbare Zeugnis von Apples Auto-Ambitionen waren bisher die zu Roboterwagen umgebauten SUV der Toyota +3,84%-Luxusmarke Lexus, die mit Sensoren gespickt im Silicon Valley unterwegs sind. Mehr als 50 davon sind bei der kalifornischen Verkehrsbehörde registriert.

Neuer Tech-Wettstreit im Auto

Schon seit Jahren sehen Branchenexperten einen grundlegenden Konflikt zwischen Autoherstellern und Tech-Konzernen – einen Wettstreit um die Schnittstelle zum Menschen im Auto. Die Leute wollen im Auto ihre vom Smartphone gewohnten Apps und Dienste nutzen.

Im Auto der Zukunft geht es bei der Kontrolle über die Interaktion mit den Insassen nicht um Prestige, sondern um Geld. "Der Zugang zum Kunden wird bestimmen, wer die Service-Umsätze macht. Und das wird in zehn Jahren ein Viertel der Erlöse der Industrie sein", sagt Branchenexperte Axel Schmidt von der Unternehmensberatung Accenture.

Die Morgan-Stanley-Analystin Katy Huberty gibt zugleich zu bedenken, dass Apple lediglich zwei Prozent des globalen Mobilitätsmarktes erobern müsste, um mit seinem Auto das Volumen des heutigen iPhone-Geschäfts zu erreichen. Und Apple sei traditionell gut darin, einen Markt durch seinen Eintritt zu vergrößern.

Mit Material von dpaAFX.
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