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Apple: Darum ist die Verzögerung des iPhones kein Problem

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Hinweise auf eine Verzögerung der diesjährigen iPhone-Modelle verdichten sich, nachdem der Chipanbieter Broadcom den entscheidenden Hinweis lieferte. Auf die Apple-Aktie hat diese Verzögerung aus gutem Grund jedoch kaum Auswirkungen.

Broadcom-Chef Hock Tan sagte, dass sich in diesem Jahr der Umsatzschub durch die Produkterneuerung "bei einem großen nordamerikanischen Kunden aus der Mobiltelefon-Branche" um ein Quartal verzögern werde. Das ist seine übliche Umschreibung für Apple.

Der Finanzdienst Bloomberg hatte bereits im April berichtet, zumindest einige der neuen iPhone-Modelle könnten wegen Verzögerungen durch die Corona-Beschränkungen in China und im globalen Geschäftsverkehr später als gewohnt auf den Markt kommen.

Üblicherweise startet Apple den Verkauf der neuen iPhone-Modelle im September. Dafür beginnt die Produktion zur Mitte des Sommers und Bauteile werden ab dem Frühjahr bestellt – was bei Broadcom in das bis Anfang Mai laufende zweite Geschäftsquartal fällt.

Bei den frischen iPhones werden in diesem Jahr die Unterstützung des superschnellen 5G-Datenfunks sowie ein verändertes Design der Top-Modelle erwartet. Apple hatte zuletzt im Jahr 2017 das iPhone X im November statt September auf den Markt gebracht.

Analysten angesichts Services-Geschäfts bullish

Anleger stürzt die Verzögerung jedoch nicht in Panik, denn das iPhone-Geschäft ist schon lange nicht mehr so wichtig wie es einst war. Das Services-Geschäft rund um den AppStore ist mittlerweile neben dem Verkauf von Wearables ein entscheidender Umsatztreiber geworden – das zeigen auch die neusten Analystenkommentare zur Aple-Aktie.

So hat Morgan Stanley ihr Kursziel für Apple aufgrund des starken Services-Geschäfts auf 340 Dollar erhöht. Die Analystin Katy Huberty verwies auf vorläufige Zahlen des App Stores, demnach wuchsen die App Store-Erlöse im Mai um satte 39 Prozent, der stärkste jährliche Anstieg seit April 2017.

Auch die Credit Suisse ist von der Dynamik des App Stores ermutigt, auch weil hier qualitativ höherwertige, wiederkehrende Umsätze erzielt werden.

In die gleiche Kerbe schlägt die DZ Bank, die das Kursziel von 320 auf 370 Dollar angehoben hat. Die Servicesparte des Tech-Giganten befinde sich auf Rekordkurs und im Hardware-Geschäft erziele der Konzern Marktanteilsgewinne. Für den Kauf der Aktie spreche zudem die hohe Nettoliquidität, die großen Spielraum eröffne für Übernahmen, höhere Dividenden, Aktienrückkäufe sowie beim Forschungs- und Entwicklungsbudget.

Das macht die Aktie von Apple

Die Apple-Aktie -0,89% belastet die Verzögerung des neuen iPhones im vorbörslichen US-Handel kaum. Die Aktie legt sogar leicht um 0,5 Prozent auf 323,80 Dollar zu. Die Erholungsrallye nach dem Corona-Crash hat indes an Dynamik verloren – wenn man überhaupt noch von einer Erholungsrallye sprechen kann. Denn die Apple-Aktie hat die Kursverluste nach Ausbruch des Coronavirus wieder aufgeholt und steht aktuell kurz vor dem Erreichen eines neuen Rekordhochs.

Mit Material von dpaAFX.
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