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Apple: Dieser Sieg sorgt für Erleichterung

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Erleichterung für Apple-Aktionäre: Der iPhone-Konzern hat im Streit um die Riesen-Steuernachzahlung von 13 Milliarden Euro einen wichtigen Sieg gegen die EU-Kommission errungen.

Das Gericht der Europäischen Union in Luxemburg erklärte die Nachforderung der EU-Kommission aus dem Jahr 2016 für nichtig. Die Kommission habe nicht nachweisen können, dass die Steuervereinbarungen von Apple in Irland aus den Jahren 1991 und 2007 eine verbotene staatliche Beihilfe darstellten, stellte das EuG am Mittwoch fest.

Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hatte Apple im August 2016 aufgefordert, die Milliardensumme in Irland nachzuzahlen, weil das Land dem Konzern eine unzulässige Sonderbehandlung bei den Steuerkonditionen gewährt habe. Irland und Apple wehrten sich dagegen. Die Schlüsselfrage in dem Verfahren war, welcher Anteil des in Irland angesammelten Geldes in dem Land hätte versteuert werden müssen.

Der iPhone-Konzern hatte vor dem EU-Gericht betont, dass die Erträge der zwei irischen Tochterfirmen, um die es geht, vor allem in den USA zu versteuern gewesen seien. Deshalb sah sich Apple doppelt zur Kasse gebeten. Der Kommission gelang es nicht, das Gericht davon zu überzeugen, dass Apple in Irland Sonderkonditionen bekam, die für andere Unternehmen nicht verfügbar waren.

Das Urteil ist allerdings mit großer Wahrscheinlichkeit nicht der Schlusspunkt in dem politisch aufgeladenen Konflikt. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass der Streit in nächster Instanz vor dem Europäischen Gerichtshof weitergeht. Die Kommission hat zwei Monate Zeit, Berufung einzulegen.

Rund um den Streit kochten immer wieder die Emotionen hoch. So hatte Apple-Chef Tim Cook die Kritik Vestagers, Apple habe in Irland im Jahr 2014 eine Körperschaftssteuer von nur 0,005 Prozent bezahlt, als "politischen Dreck" bezeichnet. Die Regierung in Washington warf der Kommission vor, Anspruch auf Steuereinnahmen zu erheben, die dem US-Fiskus zustünden.

Das macht die Apple-Aktie

Der vorläufige Sieg im Rechtsstreit gegen die EU-Kommission erleichtert die Aktionär. Die Apple-Aktie -0,69% kann im vorbörslichen US-Handel rund 1,8 Prozent zulegen und die beeindruckende Rallye seit dem Corona-Tief unverändert fortsetzen. Die hohen Kursverluste zu Wochenbeginn haben Anleger ebenso verdrängt wie die Tatsache, dass Apple einige Läden in den USA wieder hatte schließen müssen.

Mit Material von dpaAFX.
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