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Apple: Es droht schon wieder Ärger

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Eine Gruppe deutscher Verbände aus der Medien- und Werbewirtschaft wirft Apple wegen anstehender neuer Datenschutzregeln unfairen Wettbewerb vor. Gleichzeitig hat der iPhone-Konzern mit Sitz in kalifornischen Cupertino ein milliardenschweres Investitionsprogramm für den Mobilfunkstandard 5G angekündigt.

Auf iPhone und iPad werden Apps künftig die Nutzer um Erlaubnis fragen müssen, wenn sie für Werbezwecke ihr Verhalten quer über verschiedene Dienste und Websites nachverfolgen wollen. Da viele Nutzer dies ablehnen dürften, bangen diverse Anbieter um ihr Werbegeschäft.

Lobby-Verbände legen Beschwerde ein

Nun reichten acht Verbände eine Missbrauchsbeschwerde beim Bundeskartellamt ein. "Wir schauen sie uns jetzt erst einmal an", sagte ein Sprecher der Behörde am Montag. Von Apple gab es zunächst keinen Kommentar. Zu einer ähnlichen Beschwerde in Frankreich hatte der Konzern betont, dass er den Schutz der Privatsphäre als Menschenrecht betrachte und die Nutzer selbst entscheiden müssten, mit wem sie ihre Daten teilen. 

Die Beschwerde reichten unter anderem der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW, die Organisation der Mediaagenturen OMG, der Markenverband sowie die Verlegerverbände BDZV und VDZ ein.

Die Verbände kritisieren, der Konzern schließe "faktisch alle Wettbewerber von der Verarbeitung kommerziell relevanter Daten im Apple-Ökosystem aus". Gleichzeitig nehme Apple seine eigenen Dienste jedoch von den geplanten Änderungen aus und sammle selbst erhebliche Mengen Nutzerdaten.

430 Milliarden Dollar für Investitionen

Zudem kündigte der iPhone-Konzern am Montag ein riesiges Investitionsprogramm in den USA im Volumen von 430 Milliarden US-Dollar (rund 356 Milliarden Euro) für die kommenden fünf Jahre an. Dieses Programm umfasst auch umfangreiche Investitionen in Halbleiter- und 5G-Technik in den Vereinigten Staaten.

Apple investiert in diesen beiden Bereichen in neun Bundesstaaten zweistellige Milliardenbeträge, nämlich in Kalifornien, Colorado, Maine, Massachusetts, New York, Oregon, Texas, Vermont und Washington. "Mit der Einführung des 5G-fähigen iPhone 12 und des neuen iPad Pro hat Apple dazu beigetragen, die 5G-Einführung im ganzen Land zu erweitern und zu beschleunigen", teilte das Unternehmen am Montag mit.

Anfang März hatte Apple angekündigt, seinen Forschungs- und Entwicklungsstandort in München und Umgebung stark auszubauen und in den kommenden drei Jahren über eine Milliarde Euro zu investieren. Der Konzern hatte im Sommer 2019 die Mobilfunk-Modem-Sparte des Chip-Giganten Intel -0,53% übernommen und seitdem seine Labore im Großraum München zum größten Entwicklungszentrum Apples in Europa aufgestockt. 

Das macht die Apple-Aktie 

Am späten Montagnachmittag notierten die Apple-Papiere -1,08% zeitweise mit einem Aufschlag von rund 0,1 Prozent auf 134,45 US-Dollar. Damit kann sich der Kurs weiter von seiner jüngsten Talfahrt absetzen. Seit Jahresbeginn legte die Apple-Aktie jedoch nur rund vier Prozent zu. 

Sechs-Monats-Chart Apple (in US-Dollar)
Mit Material von dpa-AFX.
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