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Apple vs. Epic: Rechsststreit geht in die nächste Runde

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Rechtsstreit um die Spielregeln im App Store von Apple wird die nächste Gerichtsinstanz beschäftigen. Die Spielefirma Epic Games legte wie angekündigt Berufung gegen das Urteil einer kalifornischen Bezirksrichterin ein, die ihre Forderungen weitgehend abgewiesen hatte. Die Begründung der Macher des Online-Spiels "Fortnite" für den Widerspruch ging aus den am Sonntag veröffentlichten Prozessunterlagen zunächst nicht hervor.

Ob auch Apple gegen das Urteil Rechtsmittel beim Berufungsgericht der Vereinigten Staaten in San Francisco einlegen wird, stand am Montag noch nicht fest. Apple hatte neun von zehn Klagepunkte abwehren können und sich außerdem mit der eigenen Gegenklage durchgesetzt. Allerdings wurde Apple untersagt, die Entwickler daran zu hindern, die Nutzer auf Möglichkeiten zum Kauf digitaler Artikel direkt bei den Entwicklern zu verweisen.

Apple hält sich Revisionsmöglichkeit offen 

Vertreter des iPhone-Konzerns verwiesen auf die Frist von 90 Tagen, die Richterin Rogers für die Umsetzung der geforderten Änderungen und das mögliche Einlegen von Rechtsmitteln gewährt hatte. Daher steht nicht fest, ob und wann es zu Änderungen bei den Bezahlverfahren im App Store kommen wird.

Amazon, Netflix und Co profitieren 

Denkbar wäre, dass Apple den Kompromiss mit der japanischen Wettbewerbsbehörde JFTC für sogenannte Reader-Apps wie Netflix +0,40%, Amazon +0,39% und Spotify ±0,00%, aber auch Medienverlage und E-Book-Anbieter auf andere Bereiche wie Games ausweitet. Nach dem Vergleich mit der JFTC können Anwender künftig vergleichsweise leicht aus einer Medien- oder Streaming-App heraus einen Premium-Dienst buchen oder ein Abonnement abschließen, ohne dass eine Kommission für Apple fällig wird.

Niederlage für Epic 

Epic wollte per Klage unter anderem das Recht auf einen eigenen App Store auf dem iPhone durchsetzen. Richterin Yvonne Gonzalez Rogers folgte aber nicht der Argumentation der Spielefirma, nach der Apples Vorgehen, nur die App-Installation aus der hauseigenen Download-Plattform zuzulassen, wettbewerbswidrig sei.

Das macht die Apple-Aktie 

Zum Wochenauftakt notierte die Apple-Aktie im vorbörslichen US-Handel knapp zwei Stunden vor Handelsbeginn rund 0,7 Prozent fester bei 149,99 Dollar. Am vergangenen Freitag war die Aktie mit einem Minus von 3,3 Prozent bei 148,97 Dollar aus dem Handel gegangen und hatte damit Kurs auf die 50-Tage-Linie bei 147,66 Dollar genommen. Bei einem Fall unter diese Marke könnte der Verkaufsdruck deutlich zunehmen.

Sechs-Monats-Chart Apple (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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