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AstraZeneca legt bei Impfstoff-Entwicklung nach

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Mit Astrazeneca hat ein weiteres Unternehmen positive Daten zu einem Corona-Impfstoff vorgelegt. Bei der Wirksamkeit reicht das Vakzin jedoch nicht an die Konkurrenzmittel von BioNTech oder Moderna heran – das sorgt für Enttäuschung.

Das Vakzin habe eine Wirksamkeit von im Mittel 70 Prozent gegen Covid-19, teilte Astrazeneca auf Basis von Zwischenergebnissen aus der wichtigen Testphase III am Montag mit. Gerd Fätkenheuer von der Uniklinik Köln erklärte zu den Ergebnissen, dass die "sehr vorläufigen Daten" schwer zu interpretieren seien - etwa das Ergebnis, dass mit einer geringeren Impfdosis eine größere Erfolgsrate zu erzielen war als mit einer höheren. "Das ist zunächst nicht einleuchtend, und es müssen weitere Daten abgewartet werden, bis man das besser einschätzen kann."

Bestimmte Werte sprächen dafür, dass der Astrazeneca-Impfstoff etwas weniger effektiv sein könnte als die beiden mRNA-Impfstoffe, zu denen bereits Daten vorgestellt wurden. Die Wirksamkeit der Vakzine von Pfizer +1,42%/Biontech und Moderna -1,32% liegt für Doppelimpfungen nach vorläufigen Daten bei rund 95 Prozent.

Der Wirkstoff AZD1222 beruht auf der abgeschwächten Version eines Erkältungsvirus von Schimpansen. Es enthält genetisches Material eines Oberflächenproteins, mit dem der Erreger Sars-CoV-2 an menschliche Zellen andockt. Das Mittel wirkt zweifach: Es soll sowohl die Bildung von spezifischen Antikörpern als auch von T-Zellen fördern - beide sind für die Immunabwehr wichtig.

Das macht die Aktie von Astrazeneca

Der gemeinsam mit der Universität Oxford entwickelte Wirkstoff gehörte zu den vielversprechenden Kandidaten: So hatte die EU bereits vorab bis zu 300 Millionen Dosen davon bestellt. Insgesamt haben verschiedene Länder bereits Milliarden Dosen bei Astrazeneca in Auftrag gegeben.

Aufgrund der enttäuschenden Ergebnisse zur Wirksamkeit büßten die Aktien von Astrazeneca +1,83% am Montagvormittag in London 1,6 Prozent auf 8184 Pence ein. Für das laufende Jahr ergibt sich damit noch ein Plus von rund 7,6 Prozent.

Mit Material von dpaAFX.
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