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Aurubis: Kursgewinne, Adieu!

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Ein enttäuschender Ausblick und Verzögerungen beim Verkauft einer Firmensparte setzen am Mittwoch den Aktien des Kupferkonzerns Aurubis zu. Von den Kursgewinnen Anfang Dezember müssen sich Anleger damit verabschieden.

Nach Zuwächsen im abgelaufenen Geschäftsjahr erwartet Aurubis 2020/21 ein operatives Vorsteuerergebnis von 210 bis 270 Millionen Euro. Das entspräche einem kleinen Minus von 5 Prozent oder im besten Fall einem Plus von mehr als einem Fünftel. 2019/20 war die Kennziffer noch um 15 Prozent auf 221 Millionen Euro gestiegen.

Konzernchef Roland Harings setzt dabei auf eine weltweit anziehende Kupfernachfrage sowie ein hohes Angebot an Kupferkonzentraten und Recylingmateralien, was eine gute Auslastung der Schmelzöfen der Hamburger bedeuten würde. Gleichzeitig treibt Harings den Konzernumbau voran, die Kosten werden gesenkt und Produktionsabläufe verbessert. Alles in allem soll sich so ab dem Geschäftsjahr 2022/23 das Ergebnis um mindestens 100 Millionen Euro verbessern.

In Sachen Recycling sieht Aurubis selbst Wachstumschancen und hat vor wenigen Monaten den belgisch-spanischen Metallrecycler Metallo übernommen. Der Kauf soll wichtige Wachstumsimpulse liefern, etwa beim Recycling von Kupfer, Nickel, Zinn, Zink und Blei, aber auch anderen Metallen.

Der geplante Verkauf des Geschäfts rund um Flachwalzprodukte verzögert sich dagegen. Zwar sprach das Management erneut von fortgeschrittenen Verhandlungen – allerdings heißt es nun im Geschäftsbericht, dass der Vorstand eine Veräußerung bis Februar 2021 aktuell für "nicht überwiegend wahrscheinlich" hält.

Immerhin: Die Dividende soll nun um 5 Cent auf 1,30 Euro je Aktie steigen. Davon profitiert auch der Stahlkonzern Salzgitter, der knapp 30 Prozent an Aurubis hält. Aurubis schnitt hier besser ab als Analysten im Mittel erwartet hatten.

Das macht die Aktie von Aurubis

Börsianer nannten den Ausblick auf das neue Geschäftsjahr "etwas schwach" und schickten die Aktien von Aurubis ans MDAX-Ende -0,90%. Zuletzt notierten die Papiere rund 1,7 Prozent im Minus bei 65,86 Euro und damit beinahe wieder auf dem Niveau vor dem Kurssprung Anfang Dezember als die Baader Bank die Aurubis-Aktien zum „Top-Pick“ ausrief.

Mit Material von dpaAFX.
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