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Autoaktien geben Gas – Continental DAX-Spitzenreiter

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Autoaktien haben am Mittwoch besonders stark von der marktbreiten Hoffnung auf letztlich nur glimpfliche Folgen des Coronavirus profitiert. In Erwartung einer Erholung der Wirtschaft von den Folgen des Virus-Ausbruchs stiegen die Aktien von VW, Daimler, Continental und BMW um bis zu vier Prozent.

Investoren setzen darauf, dass die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus dank der Maßnahmen in China beherrschbar bleiben. Sowohl die Zahl der neuen Opfer als auch die der neu erkrankten Patienten gingen den offiziellen Angaben zufolge am Mittwoch etwas zurück. China gilt als der wohl wichtigste Wachstumsmarkt der Branche.

Die Aktien von VW +0,01% kletterten am frühen Nachmittag um 3,05 Prozent, Daimler -0,38% legte 2,39 Prozent zu, BMW -1,12% machte einen Sprung von 3,51 Prozent und DAX-Spitzenreiter war Continental -1,07% mit einem Plus von 4,07 Prozent.

Das hat sonst noch den Sektor beflügelt

Bei BMW blickten die Anleger zudem auf die Klimaziele. So will der Autobauer dieses Jahr einen großen Schritt zur Erfüllung der EU-Emissionsvorgaben beim klimaschädlichen Kohlendioxid (CO2) machen. Denn die Autobauer müssen in der EU spätestens 2021 im Schnitt einen durchschnittlichen Ausstoß von 95 Gramm CO2 je gefahrenem Kilometer bei den neu verkauften Autos einhalten. 2020 gelten noch Übergangsregelungen, bei Verfehlen der Flottenziele drohen aber je nach Herstellergröße milliardenschwere Strafen.

Beim Zulieferer Continental sorgte die geplante Abspaltung der Antriebssparte Vitesco wieder für Gesprächsstoff. Verwiesen wurde am Markt auf eine Präsentation, aus der hervorgehe, dass in der Sparte großes Wachstumspotenzial mit elektronischen Antrieben gesehen wird.

Europaweit half in der Zulieferbranche außerdem eine Hochstufung durch Morgan Stanley für den französischen Valeo-Konzern, dessen Aktien in Paris um 4,2 Prozent stiegen. Die Experten sehen bei der Branchengröße nach zuletzt schwachem Lauf nun weniger Kursrisiken. Analystin Victoria Greer führt für Valeo nun ein neutrales Votum mit "Equal-Weight".

Individuell sorgte auch die Norma Group mit der Zahlenvorlage für Gesprächsstoff. Die Aktien rückten im SDAX als zweitbester Wert um mehr als 5 Prozent vor. Die Resultate des Verbindungstechnik-Spezialisten stellten Börsianer und Analysten in ersten Kommentaren zufrieden. Gespannt warten sie nun auf den Ausblick des Autozulieferers gegen Ende März – vor allem deshalb, weil Norma 2019 seine Zielsetzungen mehrmals senken musste.


Mit Material von dpaAFX.
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