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BASF: 6 wichtige Details zur aktuellen Geschäftsentwicklung

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Gewinneinbruch, Probleme bei den Töchtern und anhaltende Rechtsrisiken – BASF hat nicht nur wegen der Corona-Krise mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die BASF-Aktie jedenfalls zählt nicht zu den Outperformern im DAX.

1. Prognose vorerst ausgesetzt

Bei BASF war nach dem ersten Quartal schnell klar, dass die Prognosen für 2020 nicht mehr zu halten sein würden. Wie viele andere Firmen auch zog der Konzern die Prognose daher Ende April zurück und hat bis zuletzt keine neuen Ziele vorgelegt. Für den Rest des Jahres rechnet der Konzern zwar mit einer Verbesserung, nicht aber mit einer vollständigen Erholung.

2. Gewinneinbruch im zweiten Quartal

Da half es auch nicht, dass BASF in anderen Segmenten außerhalb der Autoindustrie zulegen konnte. Denn im Juni hieß es, das könne den Rückgang im Automobil-Geschäft nicht ausgleichen. Der Umsatz im zweiten Quartal ging laut vorläufigen Zahlen daher um 12,4 Prozent auf rund 12,7 Milliarden Euro zurück. Das EBIT brach gar um rund 77 Prozent auf 226 Millionen Euro ein – das war immerhin besser als von Analysten erwartet.

3. Probleme bei Wintershall Dea

Die Tochter Wintershall Dea sorgte ebenfalls für Corona-Probleme. Denn eigentlich wollte Konzernchef Martin Brudermüller die Öl-und-Gas-Tochter im zweiten Halbjahr an die Börse bringen. Doch aufgrund des Ölpreisrutsches musste der Konzern im zweiten Quartal zunächst einmal satte Abschreibungen hinnehmen.

Trotzdem hält BASF am Börsengang fest – dieser werde sich aber wegen der schlechten Marktbedingungen voraussichtlich verschieben. Zudem ist Wintershall Dea am Bau der von den USA sanktionierten Gas-Pipeline Nord Stream 2 beteiligt, die aktuell auf Eis liegt.

4. Verkauf des Pigmentgeschäfts ungewiss

Auch bei einer anderen Konzerntochter hakte es zuletzt. Der japanische Feinchemiehersteller Dic zog Ende Juni seinen Antrag bei der EU auf Erlaubnis zum Kauf des BASF-Pigmentgeschäfts zurück. Trotzdem zeigte sich der Konzern davon überzeugt, dass der Verkauf im vierten Quartal über die Bühne gehen werde. Ohne Berücksichtigung von Barmitteln und Finanzschulden beträgt der Verkaufspreis 1,15 Milliarden Euro.

5. Anhaltende Rechtsrisiken

Daneben wird BASF, genauso wie der Wettbewerber Bayer -0,05%, durch einen Rechtsstreit in den USA belastet. Anfang Juni zog ein US-Gericht die 2018 erteilte Zulassung des Unkrautvernichters Dicamba zurück. Das Mittel wurde auf angrenzende Felder geweht, auf denen nicht-immune Pflanzen Schaden nahmen. Ende Juni gab Bayer dann bekannt, im Zuge eines Vergleichs bis zu 400 Millionen Dollar an die Geschädigten zu zahlen. Bayer erwarte jedoch, dass sich auch BASF beteilige.

6. Aktie schlechter als der DAX

In der Corona-Krise rutschte die BASF-Aktie ±0,00% zwischenzeitlich unter die Marke von 40 Euro. Trotz der Erholung seither auf momentan gut 50 Euro haben die Papiere seit Jahresbeginn immer noch rund ein Viertel verloren. Damit sind sie deutlich schlechter gelaufen als der Dax -0,70%, der gut 3 Prozent einbüßte. Aktuell kosten die BASF-Aktien so viel wie 2011 und der Börsenwert liegt nur noch bei rund 46 Milliarden Euro.

Mit Material von dpaAFX.
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