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BASF-Aktionäre freuen sich auf Rekord-Dividende

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am 18. Juni findet die Hauptversammlung von BASF statt – und Aktionäre dürfen sich freuen. Denn der DAX-Konzern ist einer der wenigen, der nicht nur eine Dividende ausschüttet, sondern diese auch erhöht. Doch es wird wohl auch um Dicamba gehen.  

Auf der am 18 Juni stattfindenden virtuellen Hauptversammlung von BASF soll den Aktionären eine Dividende in Höhe von 3,30 Euro vorgeschlagen werden – so viel wie noch nie zuvor in der Firmengeschichte. BASF setzt damit selbst in dieser schwierigen Zeit die stolze Tradition fort, die Ausschüttung Jahr für Jahr um zehn Cent zu steigern. Auf Basis des Jahresschlusskurses 2019 bietet die BASF-Aktie damit eine hohe Dividendenrendite von rund 4,9 Prozent.

Doch die Hauptversammlung dürfte nicht nur Anlass zur Freude sein – denn es wird wohl auch Dicamba ein Thema sein. Ein US-Gericht hatte eine 2018 durch die EPA verlängerte Zulassung bestimmter Dicamba-Produkte Anfang Juni aufgehoben. Die Entscheidung betrifft damit den auf Dicamba basierten Unkrautvernichter Engenia. Der Chemieriese darf die Produkte mittlerweile in den USA nicht mehr verkaufen.

Immerhin dürfen Landwirte trotz der Aufhebung der Zulassung vorrätige Mittel noch bis Ende Juli nutzen. Das teilte die US-Umweltschutzbehörde EPA am Montag in Washington mit. Damit verschafft die EPA den Landwirten zu Beginn der Wachstumssaison etwa von Soja und Baumwolle mehr Zeit, unerwünschte Unkräuter zu bekämpfen, die etwa gegen Glyphosat resistent sind.

Analysten kritisch

Auch Analysten sehen die aufgehobenen Zulassung kritisch. So hat das Analysehaus Warburg Research BASF-Aktien von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 55 auf 52 Euro gesenkt. Dicamba werde vom Vorzeige- zum Problemkind, schrieb Analyst Oliver Schwarz in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Das Verhältnis von Chancen und Risiken sei nach der jüngsten Kursrally nun unattraktiv.

Ebenfalls negative Kommentare kommen von den Analysten von JPMorgan. Auf einer Konferenz zum Thema Baumaterialien erfuhr die US-Bank, dass die Nachfragetrends sich im Mai verglichen mit dem Vormonat noch etwas weiter eingetrübt hätten. Dies habe laut den Analysten nahezu jedes Unternehmen berichtet – und auch bei BASF sei dies der Fall.

Das macht die Aktie von BASF

Die Erholungsrallye der BASF-Aktie +0,26% konnte das Dicamba-Urteil vergangene Woche nicht stoppen. Erst der schwächelnde Gesamtmarkt und die negativen Analystenkommentare dämpften die Euphorie der Anleger. Am Mittwoch notierte die BASF-Aktie 1,1 Prozent im Minus auf 55,64 Euro – an der 200-Tage-Linie ist das DAX-Papier damit abgeprallt.

Mit Material von dpaAFX.
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