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BASF: Dividende ja – Prognose nein

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

BASF hält an der Dividende fest und liefert trotz Corona-Krise solide Quartalszahlen. Anleger konnten dennoch nicht jubeln, denn die Prognose für das Gesamtjahr musste der DAX-Konzern streichen.

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat im ersten Quartal wegen den Auswirkungen der Corona-Pandemie weniger verdient. Der operative Gewinn ging um 6 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zurück, wie der Dax-Konzern am Donnerstag mitteilte. Das war deutlich mehr als Analysten erwartet hatten.

BASF führte den Rückgang vor allem auf eine geringere Nachfrage in den Sparten Basischemikalien (Chemicals) und Materials zurück. Zur letzten Sparte gehören Vorprodukte wie etwa Isocyanate und Polyamide für die Kunststoffindustrie und die kunststoffverarbeitende Industrie. Unter dem Strich blieb ein Gewinn nach Minderheiten von 885 Millionen Euro. Das waren 37 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Umsatz der BASF-Gruppe stieg danke höherer Mengen um 7 Prozent auf 16,75 Milliarden Euro.

Prognose gestrichen – Dividende bleibt

"Das erste Quartal 2020 war kein normales Quartal. Das wird auch für das zweite Quartal gelten und wohl für das gesamte Jahr", sagte Unternehmenschef Martin Brudermüller.

Den Ausblick für das laufende Jahr hat BASF bereits am Vorabend gestrichen. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung werde nicht zu erreichen sein, hieß es am Mittwochabend. Der Chemiekonzern hält trotz der Corona-Pandemie an seiner Dividende für 2019 fest. Die Ausschüttung solle unverändert 3,30 Euro je Aktie betragen. Die Hauptversammlung soll darüber am 18. Juni entscheiden.

Das sagen die Analysten

In einer ersten Reaktion auf die Quartalszahlen hat die Baader Bank ihre Einstufung für BASF auf "Buy" mit einem Kursziel von 55 Euro belassen. Der Chemiekonzern habe deutlich besser als gedacht abgeschnitten, selbst wenn man die vorgenommenen Änderungen in der Rechnungslegung berücksichtige, schrieb Analyst Markus Mayer. Mayer betonte, dass alle operativen Aktivitäten die Markterwartungen übertroffen hätten.

Das macht die Aktie

Die Kursreaktion auf den gestrichenen Ausblick und dem Festhalten der Dividende war am Mittwochabend verhalten – aber nicht nachhaltig. Nach einem Absacken um zwei Prozent wurde das BASF-Papier zuletzt auf der Handelsplattform Tradegate wieder unverändert zum Xetra-Schluss notiert. Aktuell notiert die BASF-Aktie im vorbörslichen Handel bei einem Plus von rund einem Prozent bei 49,90 Euro.

Im Sog der Corona-Krise rutschte der Kurs im März sogar unter die Marke von 40 Euro. Trotz der Erholung seither auf knapp wieder 50 Euro haben die Papiere seit Jahresbeginn immer noch rund ein Drittel verloren. Damit sind sie schlechter gelaufen als der Dax, der um rund 20 Prozent nachgegeben hat.

Mit Material von dpaAFX.
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