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BASF-Finanzchef Engel im Interview: "Stark gestiegene Nachfrage"

| Quelle: DER AKTIONÄR | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

BASF hat in der Vorwoche seine Ergebnisse für das stark von Corona geprägte Jahr 2020 vorgelegt und einen Ausblick auf 2021 gegeben (mehr dazu lesen Sie hier). DER AKTIONÄR sprach mit dem langjährigen Finanzvorstand des weltgrößten Chemiekonzerns, Dr. Hans-Ulrich Engel, über aktuelle Entwicklungen in der Chemiebranche, die Aussichten für den DAX-Konzern und - natürlich - die Dividende. 

DER AKTIONÄR: Erwarten Sie, dass die Wirtschaft in ihrem wichtigen Absatzmarkt China wieder zu alter Stärke zurückfindet und in welchen Bereichen würde BASF davon am stärksten profitieren? In welchen anderen Regionen rechnen Sie in den kommenden Monaten auch mit einer deutlichen Erholung der Nachfrage?

Dr. Hans-Ulrich Engel: Wir haben bereits im 4. Quartal des letzten Jahres den Absatz im Vergleich zum Vorjahresquartal in allen Regionen und in fast allen Segmenten gesteigert. In einigen Produktlinien, zum Beispiel bei Isocyanaten, konnten wir auch unsere Margen deutlich ausweiten.

Im vierten Quartal 2020 stieg die weltweite Chemieproduktion um 4,9 Prozent – vor allem aufgrund des Wachstums in China. Die starke Erholung begann dort bereits im zweiten Quartal. Auch Europa und Nordamerika erlebten in der zweiten Jahreshälfte 2020 eine Erholung der Chemieproduktion.

China hatte als einzige große Volkswirtschaft 2020 ein GDP Wachstum. Die chinesische Wirtschaft wuchs mit 2,3%. Unser Geschäft in Greater China hat sich im weltweiten Vergleich am schnellsten von den Folgen der Corona-Pandemie erholt. Seit April 2020 haben wir dort ein zweistelliges Mengenwachstum. Die BASF konnte von ihrer starken Position in China profitieren. Der geplante Verbundstandort in der Provinz Guangdong wird unsere Präsenz und Kundennähe in dem dynamisch wachsenden chinesischen Markt weiter erhöhen.

Wir erwarten, dass sich die Weltwirtschaft im Jahr 2021 von dem starken Einbruch infolge der Corona-Pandemie mit einem Rückgang des globalen GDP um -3,7% allmählich erholen wird. Wir nehmen insoweit an, dass das globale BIP um 4,3 % wachsen wird. Das globale Bruttoinlandsprodukt wird so das Vorkrisenniveau in etwa wieder erreichen. Die regionalen Unterschiede werden aber vermutlich beträchtlich sein: Während wir für die asiatischen Schwellenländer von ein hohes Wachstum sehen, wird die Dynamik in Europa, den USA und in Japan voraussichtlich zunächst gedämpft bleiben. Die Unsicherheiten über die weitere Entwicklung sind insgesamt außergewöhnlich hoch.


Thorsten Küfner

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