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BASF: Zuversicht kehrt zurück

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Corona-Krise hinterlässt beim Chemiekonzern BASF auch im dritten Quartal deutliche Spuren in der Bilanz. Das Unternehmen musste in diesem Zeitraum wegen eines Nachfragerückgangs aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie sowie des Wettbewerbsdrucks bei Basischemikalien Milliarden abschreiben. Im Schlussquartal rechnet BASF allerdings wieder mit etwas besseren Geschäften. Deshalb traut sich das Unternehmen wieder eine Jahresprognose zu. 

BASF bereitet das Coronavirus und die schwache Nachfrage der Autobranche bereits seit einigen Monaten Sorgen. Zuletzt verschärfte der Konzern deshalb noch einmal seinen Sparkurs. 

Bis zu 2000 Stellen weltweit will das Unternehmen in seiner erst Anfang des Jahres entstandenen Dienstleistungseinheit "Global Business Services" bis Ende 2022 abbauen. Mit den Stellenstreichungen will BASF ab dem Jahr 2023 mehr als 200 Millionen Euro jährlich einsparen.

Im dritten Quartal musste der Konzern wegen eines Nachfragerückgangs aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie und des Wettbewerbsdrucks bei Basischemikalien Wertberichtigungen in Höhe von 2,8 Milliarden Euro vornehmen. Deshalb rechnet das Unternehmen nach vorläufigen Berechnungen für den Zeitraum mit einem Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) in Höhe von 2,6 Milliarden Euro.

Den negativen Effekt herausgerechnet dürfte aber ein operativer Gewinn von 581 Millionen Euro erzielt worden sein, und damit mehr als Analysten im Durchschnitt erwartet hatten. Im dritten Quartal 2019 hatte BASF noch ein bereinigtes Ebit von etwas mehr als einer Milliarde Euro ausgewiesen. 

Nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter geht BASF im dritten Quartal von einem Verlust in Höhe von 2,1 Milliarden Euro aus nach einem Gewinn von 911 Millionen Euro im Vorjahr.

Auf den Rest des Jahres blickt der Dax-Konzern derweil recht zuversichtlich. Das Ebit vor Sondereinflüssen dürfte sich im Schlussquartal im Vergleich zum dritten Jahresviertel verbessern. Daher traut sich BASF nun auch wieder einen Jahresausblick zu. Der Umsatz dürfte wegen der Folgen der Corona-Pandemie auf 57 bis 58 Milliarden Euro fallen nach 59 Milliarden im Vorjahr. Der operative Gewinn vor Sondereinflüssen dürfte sich auf 3,0 bis 3,3 (2019: 4,6) Milliarden Euro belaufen. Dabei sollen Sparmaßnahmen den anhaltenden Margendruck insbesondere bei Basischemikalien ausgleichen.

Das macht die Aktie von BASF

In der Corona-Krise rutschte der Kurs im März zwischenzeitlich unter die Marke von 40 Euro. Trotz der Erholung seither auf momentan etwas mehr als 50 Euro haben die Papiere +0,79% seit Jahresbeginn immer noch fast ein Viertel verloren. Damit sind sie deutlich schlechter gelaufen als der deutsche Leitindex Dax +0,37% , der rund acht Prozent einbüßte.

Zwölf-Monats-Chart BASF in Euro
Mit Material von dpa-AFX.
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