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Bayer-Aktie mit Übernahmephantasie

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Rückschlag für Bayer bei der milliardenschweren Glyphosat-Einigung macht nach Ansicht der Baader Bank bei einem hinreichend niedrigen Kursniveau eine Übernahme oder Aufspaltung wahrscheinlicher.

Sollten entsprechende Forderungen laut werden oder eine Offerte vorliegen, könnten sich die Aktionäre vom aktuellen Management und dem Aufsichtsrat abwenden. Denn: die mit dem milliardenschweren Kauf des US-Saatgutkonzerns Monsanto aufgehalsten Rechtsrisiken könnten so teuer werden, dass Aktionärswert vernichtet wird.

So kam für Bayer bei der angestrebten Milliardeneinigung im US-Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter zuletzt Gegenwind auf. Der zuständige Richter Vince Chhabria sieht den separaten Teil der Einigung als problematisch, bei dem es um mögliche künftige Fälle geht. Inklusive dieses 1,25 Milliarden Dollar schweren Teils plant Bayer für die Beilegung der großen Mehrheit der Glyphosat-Klagen mit bis zu 10,9 Milliarden Dollar.

Laut Berechnung des Baader-Analysten Markus Mayer würde allerdings jede Glyphosat-Einigung über 9 Milliarden Dollar bedeuten, dass der mehr als 60 Milliarden Dollar teure Kauf des Saatgutkonzerns und Glyphosat-Produzenten Monsanto im Jahr 2018 sich im Grunde niemals rentieren und somit aus Aktionärssicht zu einem Minusgeschäft werden würde.

Grundsätzlich sieht Mayer in Bayer indes viel mehr Wert als der aktuelle Aktienkurs widerspiegelt. So errechnet er weiterhin ein Kursziel von 105 Euro und rät auch zum Kauf der Papiere. Allerdings: der neuerliche Kursrutsch infolge der Kritik des Richters Chhabria zeige die Unsicherheit, die angesichts der Glyphosat-Risiken unter den Investoren herrsche.

Das macht die Bayer-Aktie

Vom harten Kursrückschlag am Dienstag kann sich die Bayer-Aktie am Mittwoch nicht erholen. Zuletzt notierte das DAX-Papier im schwachen Gesamtmarkt 1,0 Prozent im Minus bei 63,09 Euro.

Mit Material von dpaAFX.
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