DAX®15.448,04-1,78%TecDAX®3.489,37-0,53%Dow Jones 3033.290,08-1,58%Nasdaq 10014.049,58-0,81%
finanztreff.de

Bayer an DAX-Spitze – ist die Talsohle durchschritten?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Das starke Umfeld für Agrarprodukte in den letzten Monaten hat den Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer zum Start ins neue Jahr gestützt. Dem standen zwar abermals negative Wechselkurseffekte gegenüber, insgesamt schnitt der DAX-Konzern im ersten Quartal aber deutlich besser ab, als Analysten es im Durchschnitt erwartet hatten. 

Vor allem die Sparte CropScience rund um Saatgut, Unkrautvernichter und Pflanzenschutzmittel bekam erneut die schwachen Währungen Südamerikas zu spüren: Während der Umsatz der Sparte nominal um fast drei Prozent fiel, lag das Plus aus eigener Kraft bei mehr als sechs Prozent. 

Mais- und Sojapreise beflügeln Nachfrage

Gut liefen die Geschäfte dabei insbesondere mit Maissaat in Südamerika und mit Sojasaat in Nordamerika. Die Preise für die beiden Feldfrüchte steigen seit Monaten stark. Landwirte haben daher mehr Anreiz, auf robustere und ertragreichere, dann aber auch beim Saatgut eventuell teurere Sorten zu setzen. Auch stecken sie mehr Geld in Mittel zum Pflanzenschutz, um die Ernte zu maximieren.

Umsatz runter, Gewinn rauf 

Insgesamt erzielte Bayer im ersten Jahresviertel einen Umsatz von 12,3 Milliarden Euro. Das waren vier Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, aus eigener Kraft - also Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufen von Unternehmensteilen ausgeklammert - wäre es aber ein Plus von fast drei Prozent gewesen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen sank um gut sechs Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Analysten hatte hier im Mittel weniger als vier Milliarden auf dem Zettel. Unter dem Strich verdiente Bayer mit 2,09 Milliarden Euro rund 40 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das lag auch an Bewertungseffekten und einem besseren Finanzergebnis.

Prognose bestätigt 

Den Jahresausblick vom Februar bestätigte der Konzern. Demnach soll ein Umsatz von etwa 41 Milliarden Euro erreicht werden, dabei sind rund zwei Milliarden Euro negativer Wechselkurseffekte einkalkuliert. Als Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereffekten sollen vom Umsatz rund 27 Prozent hängen bleiben.

Wichtiger Termin im Rechtstreit mit US-Klägern steht an

Mit Blick die US-Rechtsstreitigkeiten rund um angebliche Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter wurden den Angaben vom Mittwoch zufolge inzwischen rund 96.000 aktuelle Klagen verglichen oder ausgeschlossen, weil sich nicht den Kriterien entsprachen, die zur Teilnahme an dem Vergleich berechtigten. Insgesamt zahlte Bayer im ersten Quartal zur Beilegung von Rechtsstreitigkeiten 2,2 Milliarden Euro aus.

Während Bayer die bestehende Klagen abarbeitet, richten sich die Blicke der Investoren vor allem auf den Umgang mit künftigen Klagen. Hierzu steht am 19. Mai eine richtungweisende Anhörung zu einem neuen Vorschlag der Streitparteien an, nachdem der zuständige Richter Vince Chhabria einen ersten Vorschlag im vergangenen Jahr abgelehnt hatte. 

Monsanto-Übernahme kostet weiter Milliarden

Sollte der Richter zustimmen - was durchaus einige Tage oder Wochen dauern kann -, könnte Bayer perspektivisch den Großteil der US-Rechtsstreitigkeiten abhaken, die sich der Konzern mit der rund 63 Milliarden Dollar teuren Übernahme von Monsanto an Bord geholt hatte. Eine teure Angelegenheit: Das Paket kostet die Leverkusener insgesamt bis zu rund 11,6 Milliarden Dollar

Das macht die Bayer-Aktie

An der Börse ist der Quartalsbericht gut angekommen: Am Mittwoch setzte sich die Bayer-Aktie -0,21% mit einem Aufschlag von gut fünf Prozent auf 56,12 Euro an die Spitze des Leitindex DAX -1,78% , der leicht zulegte. 

Sechs-Monats-Chart Bayer (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
Schlagworte:
, , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 25 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen