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Bayer: Anleger nach Zahlen enttäuscht

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Ein Milliardenverlust von Bayer im zweiten Quartal war aufgrund der angestrebten Einigung im Glyphosatstreit erwartet worden – doch eine Senkung der Prognose enttäuscht Anleger.

Wegen Sonderaufwendungen in Höhe von 12,5 Milliarden Euro insbesondere für eine Glyphosat-Einigung, aber auch andere Rechtsstreitigkeiten fiel unter dem Strich ein Minus von 9,5 Milliarden Euro für Bayer an. Vor einem Jahr war ein noch ein Plus von rund 400 Millionen Euro erzielt worden.

Der Konzernumsatz fiel im zweiten Quartal um 6,2 Prozent auf rund 10 Milliarden Euro. Aus eigener Kraft – also Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe herausgerechnet – war es ein Minus von 2,5 Prozent. Das operative Ergebnis stieg auch dank Kostensenkungen im Zusammenhang mit der Integration von Monsanto um 5,6 Prozent auf 2,88 Milliarden Euro.

Im Tagesgeschäft stützte derweil die Agrarsparte rund um Saatgut und Pflanzenschutzmittel, während die Corona-Krise Teile des Pharmageschäfts belastete. So wurden viele nicht notwendige Behandlungen verschoben oder Patienten trauten sich nicht in die Krankenhäuser. Im Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten hielten sich die Kunden auch ein wenig zurück. Das lag aber vor allem daran, dass sich der Handel im ersten Quartal wegen der Corona-Pandemie schon reichlich eingedeckt hatte und nun erst einmal die Lagerbestände abbauen muss.

Prognose gesenkt

Für die Zukunft wird Bayer aufgrund eines schwächer als angenommenen Wachstums in der Agrarsparte vorsichtiger. Für das laufende Jahr peilt das Management ein Umsatzwachstum von 0 bis 1 Prozent an auf 43 bis 44 Milliarden Euro. Bisher waren 44 bis 45 Milliarden Euro geplant gewesen. Als operativer Gewinn sollen davon weiterhin etwa 28 Prozent hängen bleiben, womit sich ein operatives Ergebnis von etwa 12,1 Milliarden Euro ergebe. Bislang waren hier 12,3 bis 12,6 Milliarden Euro in Aussicht gestellt worden.

Das macht die Aktie von Bayer

Während der Umsatz im zweiten Quartal hinter den durchschnittlichen Analystenschätzungen zurückblieb, lag das operative Ergebnis leicht darüber. Anleger zeigten sich im vorbörslichen Handel zudem über die Prognosesenkung enttäuscht. Die Bayer-Aktie -0,16% fällt zuletzt auf Tradegate 1,8 Prozent auf 57,41 Euro.

Mit Material von dpaAFX.
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