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Bayer: Darum ist die Aktie nur DAX-Schlusslicht

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer -0,18% ringt weiterhin mit Gegenwind durch die schwachen Währungen Lateinamerikas. Entsprechend vorsichtig sind die Unternehmensprognosen für 2021. An der Börse kam dies nicht gut an, so ist die Aktie am Donnerstag nur das Schlusslicht im deutschen Leitindex.

Vom Umsatz sollen 2021 rund 26 Prozent als Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereffekten hängen bleiben, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Damit stellt Bayer ein operatives Ergebnis von 10,5 bis 10,8 Milliarden in Aussicht und somit weniger als 2020. Der derzeit starke Euro hemmt dabei die Entwicklung. Nimmt man die Wechselkurseffekte heraus, prognostiziert Konzernchef Werner Baumann einen Umsatz von etwa 42 bis 43 Milliarden Euro, was auf dieser Basis ein leichter Anstieg wäre. Das bereinigte Ebitda läge dann bei 11,2 bis 11,5 Milliarden Euro.

Bereits 2020 hatten insbesondere die schwachen Währungen Lateinamerikas auf der Geschäftsentwicklung gelastet. Der operative Gewinn stagnierte im vergangenen Jahr bei knapp 11,5 Milliarden Euro. Der Umsatz schrumpfte wegen des starken Euros sogar um knapp fünf Prozent auf 41,4 Milliarden Euro. Die Währungsbelastungen herausgerechnet wäre es ein kleines Plus gewesen. Hinzu kamen Milliardenrückstellungen für die Glyphosat-Rechtstreitigkeiten in den USA und hohe Abschreibungen in der Agrarsparte. Unter dem Strich stand daher ein Verlust von 10,5 Milliarden Euro. Im Jahr davor war es noch ein Plus von 4,1 Milliarden Euro gewesen.

Weniger Dividende

Die Aktionäre müssen sich nun mit weniger Dividende zufrieden geben. Sie sollen 2,00 Euro je Anteilsschein erhalten nach 2,80 Euro im Vorjahr. Auf dem aktuellen Kursniveau bedeutet das aber immer noch eine Dividendenrendite von rund dreieinhalb Prozent.

Das macht die Bayer-Aktie

Die Bayer-Aktien -0,18% gerieten deutlich unter Druck und fielen am Vormittag als Schlusslicht im Dax um rund vier Prozent auf 52,95 Euro. Analyst Gunther Zechmann von Bernstein Research sprach in ersten Reaktion von einem überraschend schwachen Ausblick. Zudem sei es im Schlussquartal auch wegen des Agrargeschäfts beim Gewinn nicht so gut gelaufen wie erwartet.

Sechs-Monats-Chart Bayer (in Euro)
Mit Material von dpaAFX.
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