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Bayer: Die dritte Glyphosat-Niederlage

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Auch im dritten Berufungsverfahren erlitt Bayer wegen der angeblichen Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat eine Niederlage. Am Markt ist dies keine große Überraschung – die Bayer-Aktie fällt dennoch.

Das zuständige Gericht in San Francisco bestätigte am Montag ein Urteil, wonach Bayer für Krebserkrankungen der Kläger Alberta und Alva Pilliod haften muss. Eine Geschworenenjury hatte den Konzern 2019 zunächst zu Schadenersatz- und Strafzahlungen von rund zwei Milliarden Dollar an das Ehepaar verurteilt, später war der Betrag auf 86,7 Millionen Dollar reduziert worden.

Ein Sprecher von Bayer sagte, dass das Unternehmen die Entscheidung der Berufungsinstanz respektiere, damit aber nicht einverstanden sei. Das Urteil sei nicht durch die Beweislage beim Prozess oder geltendes Recht gedeckt. Der Konzern sondiere seine Optionen für eine erneute Überprüfung des Falls.

Weitere Klagen stehen noch aus

Bayer ist in den USA mit zahlreichen weiteren Glyphosat-Klagen konfrontiert, die der Konzern eigentlich gerne mit einem großen Vergleich beilegen würde. Nur drei Fälle wurden bislang abschließend vor Gerichten verhandelt, alle drei Prozesse verlor der DAX-Konzern. Auch in Berufungsverfahren hatte Bayer bislang keine Erfolge. Die Leverkusener setzen aber große Hoffnungen darauf, eines der Urteile vom Obersten US-Gerichtshof kippen zu lassen.

Für den Fall, dass der Supreme Court sich mit dem Glyphosat-Verfahren nicht befassen will oder gegen Bayer entscheidet, bildete der Konzern jüngst weitere Rückstellungen von 4,5 Milliarden Dollar. Zuvor hatte Bayer bereits mehr als 11 Milliarden Dollar für ein Vergleichspaket zur Beilegung von US-Klagen zur Seite gelegt.

Das macht die Aktie von Bayer

Am Markt hieß es, die erneute Schlappe vor Gericht sei nicht wirklich eine Überraschung, aber zugleich werde der Agrarchemie- und Pharmakonzern das Glyphosat-Thema damit auch nicht los.

Die Bayer-Aktie -0,65% bleibt damit auch am Dienstag im Abwärtsstrudel – der der Kurs verlor runde ein Prozent auf 46,70 Euro. Er droht damit unter die 46-Euro-Marke zu fallen, die der Aktie zuletzt im August etwas Halt gegeben hatte.

Mit Material von dpaAFX.
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