DAX ®11.391,28+2,87%TecDAX ®3.155,21+2,17%Dow Jones24.465,16-0,04%NASDAQ 1009.413,99+0,38%
finanztreff.de

Bayer: Eigentlich ein garantierter Kursgewinn

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Bayer steuert im Glyphosat-Rechtsstreit wohl auf einen Vergleich in Höhe von 10 Milliarden Dollar vor. An „normalen“ Tagen würde diese Meldung für deutliche Kursgewinne der Bayer-Aktie sorgen – heute reicht es nur für die DAX-Spitze.

Bayer steuert im US-Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken von Glyphosat-Unkrautvernichtern laut einem US-Zeitungsbericht auf eine Lösung zu. Das Unternehmen habe sich mit sechs Anwaltskanzleien, die im Auftrag Zehntausender Kläger verhandelten, auf einen Vergleichsentwurf geeinigt, schrieb das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Der Kompromiss sehe eine Zahlung in der Größenordnung von 10 Milliarden Dollar vor. Die Dimension entspräche in etwa den Markterwartungen.

Bayer erklärte, dass die Verhandlungen andauerten und das Unternehmen keine Spekulationen kommentieren könne. Der deutsche Agrarchemie- und Pharmakonzern hatte sich 2018 mit dem über 60 Milliarden Dollar teuren Kauf des US-Saatgutriesen Monsanto enorme Rechtsrisiken aufgeladen. Zuletzt war Bayer laut eigenen Angaben mit rund 48.600 US-Klagen wegen angeblicher Krebsrisiken von Monsanto-Produkten mit dem Wirkstoff Glyphosat konfrontiert. Die Klagewelle hat den Dax -Konzern nicht nur an der Börse stark unter Druck gebracht.

Die ersten drei Glyphosat-Prozesse in den USA hatte Bayer verloren und hohe Schadenersatzurteile kassiert, allerdings will der Konzern die Schuldsprüche in Berufungsverfahren aufheben lassen. Zeitgleich laufen hinter den Kulissen schon seit Monaten auf Hochtouren Vergleichsgespräche unter der Aufsicht des US-Staranwalts Ken Feinberg, der als Vermittler zwischen Bayer und Klägern verpflichtet wurde. Alle weiteren US-Gerichtsverfahren bislang wurden vertagt, um den Streitparteien Zeit für Verhandlungen zu verschaffen.

Das macht die Bayer-Aktie

Damit läge die Vergleichssumme am unteren Ende der am Markt kursierenden 10 bis 12 Milliarden Dollar, erklärte ein Marktteilnehmer. "An normalen Tagen würde dies gefeiert, aber nicht heute", ergänzte ein Börsianer mit Blick auf den neuerlichen Dax-Einbruch um fast 9 Prozent im Zuge der Coronavirus-Krise.

Immerhin können sich die Bayer-Aktien +7,16% mit einem Minus von 4 Prozent noch vergleichsweise gut schlagen und einen Spitzenplatz im DAX erzielen.

Mit Material von dpaAFX.
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 22 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen