DAX®11.556,48-0,36%TecDAX®2.813,38-0,77%Dow Jones 3026.501,60-0,59%Nasdaq 10011.052,95-2,62%
finanztreff.de

Bayer: Ein harter Schlag für Aktionäre

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Schlechte Nachrichten für Aktionäre: Bayer will in Zukunft noch stärker sparen, da das Geschäft weiterhindurch die Krise belastet werde. Zudem hat der DAX-Konzern seine bereits gesenkten Jahresprognosen bestätigt und eine äußerst schwache Prognose für 2021 abgegeben.

Ab 2024 sollen zusätzlich mehr als 1,5 Milliarden Euro pro Jahr an Kosten wegfallen, teilte der DAX-Konzern am Mittwochabend mit. Dies sei nötig, um in einem anhaltend herausfordernden Marktumfeld bestehen zu können. Dabei sei auch ein weiterer Abbau von Arbeitsplätzen möglich.

Die Einsparungen sollten zusätzlich zu den jährlichen Ergebnisbeiträgen ab 2022 in Höhe von 2,6 Milliarden Euro erreicht werden, die im November 2018 angekündigt worden waren. Das Geld sei für weitere Investitionen in Innovation und profitable Wachstumschancen sowie zum Schuldenabbau vorgesehen.

Auf der anderen Seite wird der Verkauf eigener Geschäfte und Marken in kleinerem Umfang geprüft. Die Dividendenpolitik soll zwar beibehalten werden. Allerdings wird die Ausschüttungsquote des bereinigten Ergebnisses je Aktie von 30 bis 40 Prozent in den kommenden Jahren am unteren Ende des Korridors liegen.

2020 – kaum Verbesserung in Sicht

Für 2021 erwartet der Konzern einen Umsatz in etwa auf dem Niveau von 2020. Beim währungsbereinigten Ergebnis pro Aktie rechnet der Konzern mit einem Rückgang.

Den gesenkten Ausblick für dieses Jahr bestätigte Bayer. Besonders in der Agrarbranche hätten sich in der Corona-Krise die Wachstumserwartungen reduziert, hieß es weiter. Diese Situation werde sich voraussichtlich in nächster Zeit nicht ändern. Die direkten Auswirkungen der Pandemie würden hier tiefgreifender sein als zunächst erwartet.

Neben niedrigeren Preisen, einem intensiveren Wettbewerb und einem geringeren Biokraftstoffverbrauch nannte der Konzern auch teilweise massive negative Währungseffekte wie beispielsweise beim Brasilianischen Real als Belastungsfaktoren. Vor diesem Hintergrund rechnet Bayer mit Abschreibungen im Agrargeschäft im mittleren bis oberen einstelligen Milliarden-Euro-Bereich.

Bei den anderen Geschäftsbereichen sieht es deutlich besser aus. Der Pharmabereich werde voraussichtlich im kommenden Jahr wieder wachsen, hieß es. Auch die Gesundheitssparte habe sich stark entwickelt und solle schneller wachsen als die Wettbewerber.

Das macht die Aktie von Bayer

Nach dem mauen Ausblick für 2021 sind die Aktien von Bayer -1,51% am Donnerstagmorgen deutlich abgerutscht. Beim Broker Lang & Schwarz sanken die Papiere um mehr als 6 Prozent auf 50 Euro. Das ist das tiefste Niveau seit März, als es im Corona-Crash bis auf 44,86 Euro abwärts gegangen war.

Analyst Stephen McGarry von der Investmentbank HSBC reagierte prompt, indem er seine Kaufempfehlung aufgab und sein Kursziel um 20 Euro auf 59 Euro kappte. Wie andere Experten sieht er die Ziele für das kommende Jahr deutlich unter den bisherigen Markterwartungen. Das langfristige Wachstum werde geringer ausfallen als gedacht, so McGarry. Zudem gebe es klare Einschnitte bei der Dividende.

Mit Material von dpaAFX.
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 45 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen