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Bayer: Hier liegt die Zukunft

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Noch verdient Bayer mit alten Kassenschlagern prächtig. Doch wegen wegfallender Patente dürften die Umsätze mit Xarelto oder Eylea sinken. Ersatz muss her – und ist mit neuen Medikamenten sowie Investitionen in die Gen- und Zelltherapie gefunden.

Bayer verspricht sich viel von der Gen- und Zelltherapie. Hier gaben die Leverkusener einiges Geld für Übernahmen und Partnerschaften aus, die das Wachstum des Unternehmens in der zweiten Hälfte der Dekade ankurbeln sollen.

Unter den Partnerschaften und Deals stechen zwei hervor: Der Kauf der US-Biotechnologiefirma Bluerock Therapeutics 2019 und die Übernahme des US-Unternehmens Asklepios BioPharmaceutical (AskBio) im Herbst 2020.

Der Stammzellspezialist BlueRock ist unter anderem auf neurologische und kardiologische Krankheiten fokussiert. Ein wesentliches Programm zielt auf die Parkinson-Erkrankung, bei der Nervenzellen langsam absterben. AskBio forscht an der Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen und neuromuskulären Defekten, aber auch an Mitteln gegen Stoffwechselerkrankungen.

Neue Medikamente

Darüber hinaus setzt Bayer auf neue, aber eher klassische Medikamente. Allein drei dieser Mittel, die sich zum Teil noch im späten Stadium der Entwicklung befinden, sollen auf Jahresumsätze von jeweils mehr als einer Milliarde Euro kommen. Sie würden damit zu "Blockbustern".

Einer dieser Hoffnungsträger ist der Krebswirkstoff Darolutamid mit dem Handelsnamen Nubeqa. Das Mittel ist bereits in einigen Märkten wie den USA und der EU zur Behandlung des nicht-metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms zugelassen.

Skepsis unter den Analysten

Trotz der von Bayer reklamierten Fortschritte gibt es auch Skepsis unter Branchenkennern. Ein Pharmaexperte vom Analysehaus Bernstein betonte, dass der Konzern noch Einiges tun müsse. Noch sei das Pharmageschäft gut aufgestellt, doch sorgt sich der Analyst um die Langlebigkeit des Wachstums bei Bayer. Neue Medikamente und die in der Entwicklung befindlichen Mittel hätten aus heutiger Sicht einen eher begrenzten Einfluss. Daher werde sich der Konzern weiter nach Übernahmezielen umschauen müssen.

Das macht die Aktie von Bayer

Die guten Zukunftsaussichten und das Potenzial im Geschäft mit Gen- und Zelltherapien sorgen bei Bayer-Aktionären für Zuversicht. Die Bayer-Aktie +0,80% hat im neuen Jahr die 90-Tage-Linie sowie die 50-Euro-Marke zurückerobert und konnte damit das Gap aus dem Oktober schließen. Charttechnisch rückt nun der horizontale Widerstand bei 54 Euro sowie die knapp darüber liegende 200-Tage-Linie in den Fokus.

Mit Material von dpaAFX.
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