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Bayer: Milliarden für Vergleiche

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Vergleiche für Glyphosat, Dicamba und PCB kosten Bayer rund 11 Milliarden Dollar. Am Anleihemarkt hat sich der DAX-Konzern nun einen Teil der benötigten Summe besorgt.

Wie der harma- und Agrarchemiekonzern am Mittwochabend in Leverkusen mitteilte, wurden Anleihen im Gesamtwert von 6 Milliarden Euro und Laufzeiten von vier bis zwölf Jahren platziert. Die Verzinsung liegt bei 0,375 bis 1,375 Prozent pro Jahr.

Erst in der vergangenen Woche hatte Bayer sich im Streit um angebliche Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter in den USA mit einem Großteil der Kläger geeinigt. Für das teure Erbe des 2018 übernommenen US-Saatgutkonzerns Monsanto wollen die Leverkusener 10,1 bis 10,9 Milliarden Dollar in die Hand nehmen.

Mit dem Kompromiss sollen etwa 75 Prozent der aktuellen Verfahren abgeschlossen werden – mit insgesamt etwa 125.000 eingereichten und nicht eingereichten Klagen. Auch die restlichen Verfahren sollten in den kommenden Monaten zum Abschluss kommen.

Neben den Glyphosat-Prozessen einigte sich Bayer auch in anderen Rechtsstreits und nimmt 820 Millionen Dollar in die Hand, um den wesentlichen Teil der US-Verfahren wegen des Umweltgifts PCB beizulegen. Hierbei geht es um mit Chemikalien verseuchte Gewässer.

Für 400 Millionen Dollar soll zudem der Streit um Verwehungen des Unkrautvernichters Dicamba und die daraus angeblich entstandenen Ernteschäden vom Tisch – hier erwartet Bayer allerdings einen Kostenbeitrag des ebenfalls verklagten Konkurrenten BASF.

Um die Kosten für die Vergleiche zu stemmen – maximal jeweils 5 Milliarden Dollar 2020 und 2021 und den Rest später – hatte Bayer bereits die Ausgabe von Anleihen in Aussicht gestellt. Zudem soll allein der Verkauf des Tiermedizin 7,6 Milliarden Dollar einbringen - den Großteil davon in bar, einen kleineren Teil in Aktien des Käufers Elanco.

Das macht die Aktie von Bayer

Viele Analysten lobten die Vergleiche, da sie umfassender ausfielen als allgemein eingeschätzt. Dies mache den Blick frei für die fundamentale Lage und die günstige Bewertung der Bayer-Aktie, schrieb beispielsweise die UBS.

Nach einem Sprung über die 75 Euro Ende Juni, konnte die Bayer-Aktie -0,46% jedoch noch nicht nachhaltig von der Beseitigung der Rechtsrisiken profitieren. Der Aufwärtstrend nach dem Corona-Crash droht abzuflachen und in einen Seitwärtstrend überzugehen. Mit einem Plus von 1,1 Prozent auf 67,05 Euro hält sich die Bayer-Aktie am Donnerstag jedoch über der 200-Tage-Linie.

Mit Material von dpaAFX.
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