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Bayer: Neuer Ärger – neue Klagen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Wegen der Aktienkursverluste durch den Glyphosat-Rechtsstreits klagen Investoren gegen Bayer auf Schadenersatz. Aktuell geht es um 37 Millionen Euro – doch es wird mit weiteren Klagen gerechnet, womöglich sogar mit einem Kapitalanleger-Musterverfahren.

Bayer hält die Klagen für unbegründet und will sich entsprechend verteidigen. Der Konzern stützt sich auf eine Sonderprüfung durch Professor Hans-Joachim Böcking, deren Ergebnisse der Konzern im März des vergangenen Jahres vorgelegt hatte. Der Experte für Wirtschaftsprüfung und Corporate Governance erklärte, dass die Unternehmensprozesse bei Übernahmen und Fusion angemessen seien.

"Wir sind überzeugt, dass unser Unternehmen und seine Führungskräfte im Zusammenhang mit den in den Klagen aufgestellten Behauptungen jederzeit im Einklang mit den Verpflichtungen und gemäß den geltenden Gesetzen gehandelt haben und dass Bayer eine angemessene Due Diligence in Bezug auf die Akquisition durchgeführt hat", erklärte der DAX-Konzern.

Das Monsanto-Debakel im Überblick

Bayer hatte 2018 die mehr als 60 Milliarden US-Dollar teure Übernahme des US-Konzerns Monsanto abgeschlossen. Mit der Übernahme des Herstellers von Saatgut und Unkrautvernichtern holten sich die Leverkusener jedoch auch enorme Rechtsrisiken ins Haus. Drei Prozesse wegen angeblicher Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat gingen in den USA verloren. Zehntausende weitere Klagen waren oder sind in den USA noch anhängig. Um die Sache aus der Welt zu schaffen, hatte Bayer im Sommer 2020 einen groß angelegten, milliardenteuren Vergleich angekündigt.

Das macht die Aktie von Bayer

Die rechtliche Unsicherheit lastete in den vergangenen Jahren schwer auf der Bayer-Aktie. Aktuell kostet ein Bayer-Papier rund 44 Prozent weniger als vor dem ersten Urteil gegen den Konzern im Sommer 2018. Ein mögliches Kapitalanleger-Musterverfahren ist hier sicher kein Lichtblick. Zuletzt notierte die Bayer-Aktie +0,54% 1,2 Prozent im Minus auf 52,41 Euro.

Mit Material von dpaAFX
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