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Bayer Q1-Zahlen – Erwartungen übertroffen!

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Bayer hat im ersten Quartal der Corona-Krise getrotzt. Einzig die Suche nach einer Einigung im US-Glyphosatstreit hat die Virus-Pandemie verzögert.

Der Umsatz stieg dank der Erholung des Agrargeschäfts und einer starken Nachfrage nach rezeptfreien Medikamenten in den ersten drei Monaten des Jahres um 4,8 Prozent auf rund 12,85 Milliarden Euro, wie Bayer am Montag mitteilte. Aus eigener Kraft war es sogar ein Plus von 6 Prozent. Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA legt um rund 10 Prozent auf knapp 4,4 Milliarden Euro zu.

Beide Kennziffern übertrafen die durchschnittliche Analystenschätzung. Den Jahresausblick bestätigte Konzernchef Werner Baumann. Allerdings sind darin weiterhin keine Folgen der Coronavirus-Pandemie enthalten.

Mit Blick auf die Entwicklung des freien Mittelflusses (Free Cashflow) verzeichnete Bayer im ersten Quartal derweil einen Abfluss von fast 800 Millionen Euro. Das begründete der Konzern unter anderem mit Rechnungslegungsgegebenheiten in der Agrarsparte, wo unter anderem im ersten Quartal vergleichsweise mehr Rechnungen bezahlt worden seien. Zudem kostete der im Vorjahr geschlossenen Vergleich in einem Rechtsstreit um den Gerinnungshemmer Xarelto nun Geld.

Corona-Krise verzögert Einigung im Glyphosatstreit

An anderer Stelle sind die Auswirkungen der Corona-Krise jedoch zu spüren: So verzögert sich die Suche nach einer Einigung im US-Glyphosatstreit. Ursprünglich hatte Bayer in dem Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter dem Vernehmen nach eine Einigung bis zur Hauptversammlung an diesem Dienstag angestrebt.

Derweil stieg die Zahl der Klagen gegen Bayer weiter. Bis zum 14. April wurden laut Mitteilung Klagen von etwa 52.500 Klägern zugestellt. Das ist ein Plus von rund acht Prozent im Vergleich zu Anfang Februar.

Investoren setzen schon länger darauf, dass Bayer den Rechtsstreit um die Produkte des 2018 übernommenen US-Saatgutherstellers Monsanto zeitnah mit einem groß angelegten Vergleich beilegt. Schätzungen zufolge könnte Bayer das um die 10 Milliarden US-Dollar kosten.

Das macht die Aktie von Bayer

Analysten lobten die starken Ergebnisse des ersten Quartals. Bayer habe stark abgeschnitten sowie die Umsatz- und vor allem die Gewinnerwartungen übertroffen, schrieb beispielsweise Bernstein Analyst Gunther Zechmann am Montag. Über die Covid-19-Belastungen mache er sich nicht allzu viele Sorgen.

Die Bayer-Aktien +1,58% legten am Montag rund 2,9 Prozent auf 61,24 Euro zu und gehörten damit zur besseren DAX-Hälfte. Die Erholungsphase nach dem Corona-Crash hält damit an. Längerfristig bleibt das Bild jedoch trüb: Seit der ersten Glyphosat-Prozessschlappe im August 2018 steht auf dem Kurszettel immer noch ein Minus von rund 36 Prozent. Vom Rekordhoch von 146,45 Euro von aus dem Frühjahr 2015 ging es sogar um fast 60 Prozent abwärts.

d
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