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Bayer: "Sell on good news"

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Plan mit milliardenschweren Vergleichen die meisten Klagen in den USA beizulegen, kommt bei den Analysten gut an. Doch an der Börse ist von der Erleichterung nichts zu spüren.

Insgesamt mehr als zehn Milliarden Euro werde man sich die Einigung mit zahlreichen US-Klägern kosten lassen, teilte Bayer am Mittwochabend mit. Dabei geht es vor allem um angebliche Unkrautvernichter mit dem Wirkstoff Glyphosat, aber auch um Dicamba und PCB. Mit dem Kompromiss sollen Bayer zufolge etwa 75 Prozent der aktuellen Roundup-Verfahren abgeschlossen werden.

"Wir können die Unsicherheit beseitigen", sagte Konzernchef Werner Baumann der "ntv"-Redaktion. "Wir haben eine Lösung für große Rechtsfälle, die wir jetzt vergleichen. Und damit können wir uns jetzt auf die Zukunft ausrichten." Finanziell ist der Konzern dafür gut gerüstet: Allein der Verkauf der Tiermedizin soll Bayer 7,6 Milliarden Dollar einbringen – den Großteil davon in bar.

Analysten positiv überrascht

Zahlreiche Analysten nahmen die Vergleichspläne Bayers positiv auf und hoben ihre Kursziele für die Aktie an.

Analyst Mark Purcell von Morgan Stanley sprach von einer aus finanzieller Sicht vernünftigen Einigung. Die Belastung der Aktie durch die hohe Unsicherheit entfalle damit und Bayer könne sich auf seine Ziele für 2023 konzentrieren.

Die Analysten der HSBC stuften die Bayer-Aktien sogar von "Hold" auf "Buy" hoch. Eigentlich habe man mit einer Belastung von 20 Milliarden Euro kalkuliert, die nun deutlich auf zwölf Milliarden Euro gesenkt werden könne.

Das macht die Aktie von Bayer

An der Börse reagierten Anleger zwiegespalten. Bayer-Aktien stiegen auf der Handelsplattform Tradegate zunächst vorbörslich um fast 9 Prozent, bewegten sich im regulären Handel aber kontinuierlich nach unten.

Ein Börsianer sprach vom klassischen "Sell on good news". Die Anleger hätten sich nach den jüngsten Signalen bereits auf einen nahen Vergleich einstellen können und entsprechend positioniert. Die Bestätigung werde nun zum Verkauf genutzt. Zuletzt notierte die Bayer-Aktie mit einem Minus von 2,6 Prozent auf 68,14 Euro am DAX-Ende.

Mit Material von dpaAFX.
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