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Bayer vor den Zahlen – Das können Anleger erwarten

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am Dienstag legt Bayer die Zahlen für das zweite Quartal vor. Die Corona-Pandemie wird zwar Spuren hinterlassen haben – doch es gibt auch Segmente die besser als im Vorjahr entwickelt haben dürften.

Die Corona-Krise hatte Bayer im ersten Quartal kaum etwas angehabt. Einzelne Bereiche wie das Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten profitierten sogar von der Angst vor dem neuartigen Virus. Im zweiten Quartal könnte dieser Rückenwind nachgelassen haben, da viele Kunden zuvor reichlich auf Vorrat gekauft haben dürften.

In der Pharmasparte könnte die Corona-Pandemie Spuren hinterlassen haben, da nicht dringend notwendige Behandlungen anderer Krankheiten oftmals verschoben wurden oder Patienten sich schlicht nicht zum Arzt trauten. Beim Augenmedikament Eylea – eigentlich einer der Wachstumstreiber – dürfte das auf die Umsätze gedrückt haben. Beim Krebsmedikament Nexavar dürfte sich Konkurrenzdruck nach dem Patent-Ende in den USA erneut bemerkbar gemacht haben.

Mit Blick auf das Agrargeschäft dürften Mais- und Sojasaat insbesondere in den USA in den vergangenen Monaten gut gelaufen sein, ebenso wie Pflanzenschutzmittel. So hatte unlängst der Rivale Syngenta Halbjahreszahlen vorgelegt, die Analysten überzeugten. Dieses Jahr gab es für Bayer auch keinen Gegenwind in den USA, wo 2019 Überflutungen den Landwirten und damit auch Bayer die Geschäfte verdorben hatten.

Neben den operativen Trends liegt der Fokus auf dem US-Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter. Hier hatte Bayer Ende Juni eine Einigung mit der Mehrzahl der Kläger vorgestellt, die jetzt wackelt. So störte sich der zuständige Bundesrichter Vince Chhabria an dem Teil, der mögliche künftige Fälle abdeckt.

Prognose von Bayer

Für das laufende Jahr peilt das Management ein Umsatzwachstum um 3 bis 4 Prozent auf 44 bis 45 Milliarden Euro an. Davon sollen als bereinigtes Ebitda etwa 28 Prozent hängen bleiben, womit sich ein operatives Ergebnis von etwa 12,3 bis 12,6 Milliarden Euro ergeben würde. Die Prognosen enthalten allerdings keine Abschätzung, wie genau sich der Corona-Virus auf das zweite Quartal auswirkt.

Schätzungen der Analysten

Experten rechnen für das zweite Quartal mit einem leichten Umsatzrückgang auf 10,4 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis dürfte demnach stabil geblieben sein. Unter dem Strich dürfte angesichts der Milliarden-Rückstellung für die angestrebte Glyphosat-Einigung ein dickes Minus von 7,9 Milliarden Euro stehen.

Das macht die Aktie von Bayer

Im positiven Gesamtmarkt ging es auch für die Bayer-Aktie -0,16% am Montag kräftig nach oben. Das DAX-Papier legte 3,6 Prozent zu und kann beinahe aus dem kurzfristigen Juli-Abwärtstrend ausbrechen.

Mit Material von dpaAFX.
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