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Bechtle: Digitalisierung bleibt Wachstumstreiber

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der IT-Dienstleister Bechtle kommt angesichts der starken Nachfrage nach IT-Systemen weiter gut durch die Krise. Umsatz und Ergebnis wuchsen in den ersten drei Monaten schneller als in der Jahresprognose veranschlagt. Dennoch mahnt der Bechtle-Vorstandschef Thomas Olemotz wegen der Coronakrise weiter zur Vorsicht. 

Für sich genommen hätten die Zahlen auch eine Prognoseerhöhung gerechtfertigt, räumte Vorstandschef Thomas Olemotz in einer Telefonkonferenz am Dienstag ein. Er bleibt aber weiter vorsichtig, weil ihm die Lage rund um Teileknappheit und Pandemie undurchsichtig scheint. Im weiteren Jahresverlauf werde die Geschäftsentwicklung maßgeblich von den anhaltenden Lieferschwierigkeiten im IT-Markt und dem Verlauf der Pandemie beeinflusst, sagte der Manager. "Die Unwägbarkeiten waren selten so hoch wie derzeit."

Starker Jahresauftakt

Der Umsatz im ersten Quartal kletterte im Jahresvergleich um elf Prozent auf 1,5 Milliarden Euro, wie das MDax-Unternehmen -0,36% bekanntgab. Das Vorsteuerergebnis wuchs mit 19,5 Prozent auf 61 Millionen Euro noch spürbar stärker. Unter dem Strich legte der Gewinn ebenfalls um knapp ein Fünftel auf 43,6 Millionen Euro zu.

Das sagen die Analysten 

Für Analyst Martin Comtesse von Jefferies ist der Umsatz im vergangenen Quartal etwas besser ausgefallen als am Markt erwartet. Alles in allem sei es ein sehr solider Jahresstart gewesen - was aber im derzeitigen Kursniveau bereits eingepreist sei. Die herausforderndsten Monate lägen mit der drohenden Teileknappheit noch vor dem Unternehmen. Hinzu kommen dem Experten zufolge auch die vergleichsweise hohen Margen in den Vorjahresquartalen, mit denen Bechtle sich nun messen muss.

Baader-Bank-Experte Knut Woller sprach von einem beeindruckenden Jahresstart. Seiner Meinung nach spielt die Versorgung mit IT-Teilen nun die wesentliche Rolle bei der Frage, ob das Unternehmen die Jahresprognose übertreffen kann. Die Nachfrage nach IT bleibe hoch, schrieb Warburg-Analyst Andreas Wolf. Dass Bechtle als größter unabhängiger IT-Systemanbieter in Deutschland angesichts von Lieferschwierigkeiten üblicherweise bevorzugten Zugang zu IT-Produkten habe, trage zu weiteren Marktanteilsgewinnen bei. 

Das macht die Bechtle-Aktie 

Die in den vergangenen Jahren gut gelaufene Bechtle-Aktie +1,19% verlor am Dienstagnachmittag 6,4 Prozent auf 149,00 Euro und knüpfte damit an die zuletzt schwache Entwicklung an. Im bisherigen Jahresverlauf sieht es für die Anleger mau aus mit einem Minus von rund 16 Prozent. Ende November war die Aktie zwischenzeitlich noch mehr als 190 Euro wert gewesen - so viel wie noch nie. Trotz der jüngsten Verluste gehört die Aktie aber nach wie vor zu den Gewinnern der Corona-Pandemie am Aktienmarkt. Seit Ende 2019 legte der Börsenwert um fast ein Viertel auf rund 6,5 Milliarden Euro zu. In den vergangenen fünf Jahren summiert sich das Kursplus rund 220 Prozent.

Sechs-Monats-Chart Bechtle (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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