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Behörden schlagen bei Alibaba-Beteiligung Ant zu

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die chinesische Zentralbank hat die Ant Group aufgefordert, sich wieder auf ihr ursprüngliches Kerngeschäft zu konzentrieren – und den nächsten Regulierungsschock für die Alibaba-Beteiligung ausgelöst. An der Alibaba-Aktie geht das nicht spurlos vorbei.

Das Finanzunternehmen soll sein Geschäft mit Kreditvergabe, Versicherungen und Vermögensverwaltung "bereinigen", wie es in einer Mitteilung der Zentralbank am Sonntag hieß. Stattdessen solle sich Ant wieder auf seine Wurzeln als Anbieter von Zahlungsdienstleistungen besinnen.

Zwar ordnete die Zentralbank nicht direkt die Zerschlagung des Konzerns an, an dem der Handelsriese Alibaba zu einem Drittel beteiligt ist. Stattdessen erklärte sie, es sei für die Ant Group "notwendig zu verstehen", dass das Geschäft "überarbeitet" werden müsse - und zwar so schnell wie möglich. Der Konzern muss auf Geheiß der Zentralbank nun eine mit genügend Kapital ausgestattete separate Finanzholding aufsetzen. Der Regulierer warf der Ant Group zudem eine zu große Marktmacht vor, die den Wettbewerb beschädige sowie die Interesse von hunderten Millionen Konsumenten verletze.

Börsengang wohl nicht 2021

Die Ant Group hatte eigentlich an die Börse gehen wollen. Anfang November war der Börsengang jedoch kurzfristig abgesagt worden. Grund waren neue Pläne für Beschränkungen der Online-Kreditvergabe, die das Geschäft der Ant Group stark beeinträchtigen dürften. Danach müssen solche Unternehmen künftig 30 Prozent der Kredite selbst finanzieren, die gemeinsam mit Banken vergeben werden. Experten sahen darin aber auch einen möglichen Schritt gegen ein Unternehmen, das in den Augen der Regierung eventuell zu groß gegenüber dem Staat geworden ist.

Ende November hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, dass die Chancen für einen Börsengang im kommenden Jahr immer geringer würden. Dabei wurden als Grund die neuen Richtlinien für die Kreditvergabe an Verbraucher genannt.

Ein weiterer Aufschub des Börsengangs wäre ein zusätzlicher Rückschlag. Das IPO sollte ursprünglich 34,5 Milliarden US-Dollar in die Kassen spülen und den bislang größten Börsengang von Saudi Aramco in Höhe von 29 Milliarden Dollar in den Schatten stellen. Auch die Aktie von Alibaba belasten die Probleme bei der Beteiligung enorm.

Mit Material von dpaAFX.
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