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Beiersdorf: Corona-Pandemie belastet Luxuspflege-Geschäft

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Beim Konsumgüterkonzern Beiersdorf herrschte zuletzt Tristesse. Während viele Branchengrößen wie etwa Procter & Gamble von der Corona-Pandemie profitieren, weil Kunden im Regal verstärkt nach Reinigungs- und Desinfektionsmitteln greifen, spüren die auf Hautpflege spezialisierten Hamburger eher eine zurückhaltende Nachfrage. Zudem läuft das Geschäft mit Industrieklebstoffen wegen des schwachen wirtschaftlichen Umfeldes schlecht. 

Beiersdorf hat im ersten Halbjahr infolge der Corona-Krise erheblich weniger verdient als im Vorjahr. Zwar gab es erste Verbesserungstendenzen, doch Konzernchef Stefan De Loeckern blieb bei der Vorlage Anfang August vorsichtig. 

"Auch wenn sich unser Geschäft derzeit erholt, ist die Entwicklung im zweiten Halbjahr unsicher", erklärte er. Schon damals warnte er, dass eine zweite Pandemiewelle sowie ein sich wieder verschlechterndes wirtschaftliches Umfeld diese Erholung ausbremsen könnte. Die Kunden will der Manager dabei mit neuen, innovativen Produkten ködern.

Im Konsumentengeschäft leidet derzeit vor allem die Luxuspflegemarke La Prairie, deren Erlöse im ersten Halbjahr um mehr als 40 Prozent einbrachen. La Prairie wird viel in Flughäfen verkauft und ist vom Reisemarkt als wichtigstem Vertriebskanal abhängig. Der weitgehende Zusammenbruch des Tourismus belastete daher das margenträchtigste Geschäft der Sparte massiv.

Das sagen die Analysten

Beiersdorf will an diesem Mittwoch über die Umsätze der vergangenen Monate berichten. Viele Marktexperten gehen von einer moderaten Verbesserung im dritten Quartal aus. Analyst Thomas Maul von der DZ Bank rechnet etwa mit einer Erholung verglichen mit dem Vorquartal. Das Umfeld bleibe aber herausfordernd, schätzt er.

Ähnlich sieht es Jörg Frey von Warburg Research, der zudem erklärte, das Konsumgütergeschäft von Beiersdorf habe mit dem zweiten Quartal das wohl schlimmste Quartal des Jahrhunderts verzeichnet.

"Gewisse Bedenken" über die weitere Entwicklung äußert dagegen Jefferies-Analystin Molly Wylenzek. Sie nennt dabei vor allem das organische Wachstum im dritten Quartal und im Gesamtjahr. Die Ziele für 2023 stünden damit in Frage. Die Konsensschätzungen schienen das Margenziel bereits "abgeschrieben" zu haben. 

Olivier Nicola von Goldman Sachs merkte zudem kritisch an, Beiersdorf sei zu stark von der Marke La Prairie und dem zollfreien Handelsgeschäft abhängig. Das bremse das Wachstum, zudem sei Beiersdorf im Online-Geschäft nicht so weit wie die Konkurrenz.

Das macht die Aktie von Beiersdorf

Bis zum Sommer konnte sich die Aktie kräftig von ihrem Corona-Tief bis auf gut 104 Euro erholen, doch die Pandemie steckte den Anlegern weiterhin in den Knochen. Denn nach den schwachen Halbjahreszahlen ging es wieder bergab. Zuletzt kostete die Beiersdorf-Aktie -0,63% etwas mehr als 99 Euro. Seit Ende 2019 büßte das Papier rund sieben Prozent ein.

Zwölf-Monats-Chart Beiersdorf in Euro
Mit Material von dpa-AFX.
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