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Beiersdorf: Das kommt 2020 auf die Aktionäre zu

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Beiersdorf will 2020 erneut wachsen – jedoch rechnet Vorstandschef Stefan De Loecker mit "verstärktem Gegenwind", wie er am Dienstag bei der Vorlage der Zahlen erläuterte. Die Aktionäre kann er mit diesen Aussagen nur bedingt begeistern.

Verschärfter Wettbewerb, Coronavirus und hohe Investitionen

Der Beiersdorf-Chef erwartet in einigen Märkten einen verschärften Wettbewerb. Zudem ist noch offen, wie sich die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus auf die Geschäfte niederschlägt. Dies zusammen mit dem laufenden Investitionsprogramm führt dazu, dass Beiersdorf allenfalls von einer stabilen Rendite ausgeht.

So erwartet De Loecker 2020 eine operative Umsatzrendite (Ebit) auf dem Vorjahresniveau von 14,5 Prozent. 2019 war sie wegen der laufenden Investitionen um 0,9 Prozentpunkte gesunken. Die Erlöse sollen 2020 aus eigener Kraft um rund 3 bis 5 Prozent steigen.

Während die Hautpflegemarken ebenfalls in dieser Größenordnung zulegen sollen, geht Beiersdorf bei der Klebstofftochter Tesa nur von einem leichten organischen Umsatzplus aus. Das Geschäft leidet unter der derzeit schwächeren Konjunktur, insbesondere in der Autoindustrie.

Investitionsprogramm auf Kurs

Beim laufenden Investitionsprogramm sieht sich De Loecker im Plan. Beiersdorf erschließe neue Wachstumsmärkte und Geschäftsfelder, erklärte er. So war der Konzern etwa unlängst in die Naturkosmetik eingestiegen oder widmete sich Spezialgebieten, etwa Pflegeprodukten für tätowierte Haut. Dazu setzt Beiersdorf verstärkt auf digitale Technologien. "Gleichzeitig sehen wir, dass es noch viel zu tun gibt", erklärte De Loecker mit Blick auf den scharfen Wettbewerb im Konsumgütergeschäft.

Das Management hatte Anfang 2019 hohe Investitionen angekündigt, um das Wachstum in der wettbewerbsintensiven Branche anzukurbeln. In die Erweiterung der Produktpalette sowie in Kapazitäten und technologische Entwicklungen sollen jährlich 250 bis 350 Millionen Euro gesteckt werden. Dafür nimmt der Konzern auch vorübergehend Einbußen bei der Rendite in Kauf.

So sank im vergangenen Jahr das bereinigte operative Ergebnis leicht um 0,5 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss nahm von 745 Millionen auf 736 Millionen Euro ab. Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 0,70 Euro je Aktie erhalten.


So reagieren die Analysten

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat in einer ersten Reaktion die Einstufung für Beiersdorf nach Zahlen und Ausblick auf "Sell" mit einem Kursziel von 97 Euro belassen. Die Ergebnisse der Hamburger für 2019 hätten die Erwartungen erfüllt, schrieb Analyst John Ennis in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Die Signale für das laufende Jahr deuteten auf leichte Risiken hin.

Das macht die Aktie

Die Beiersdorf-Aktie -0,02% notierte im frühen Handel rund 0,7 Prozent im Plus – zählt damit im schwachen Gesamtmarkt jedoch zu den schwächsten Aktien im DAX. Die ehemalige Unterstützung bei 102 Euro sowie die 200-Tage-Linie bei aktuell XXX Euro scheint damit vorerst nicht erreichbar.

Mit Material von dpaAFX.
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