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Biogen: Bittere Pille für die Anleger

| Quelle: DER AKTIONÄR | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Das sind keine guten News: Biogen rechnet für das laufende Jahr mit einem deutlich stärkeren Umsatz- und Gewinnrückgang als erwartet. Das hat das US-Pharma-Unternehmen heute kommuniziert. Die Anleger machen lange Gesichter, und die Kursreaktion ist entsprechend.

Konkret soll der Gewinn je Aktie 2020 bei 10,45 bis 10,75 Dollar liegen – nach 33,70 Dollar im Vorjahr. Analysten hatten beim Gewinn je Anteilsschein im Schnitt mit 25,09 Dollar deutlich mehr auf ihren Zetteln. Der Umsatz soll auf 10,45 bis 10,75 Milliarden Dollar schrumpfen. 2020 wies der Konzern noch 13,45 Milliarden Dollar aus.

Mit deutlichen Umsatzeinbußen rechnet das Unternehmen in seiner Heimat etwa beim Multiple-Sklerose-Mittel (MS) Tecfidera in der ersten Jahreshälfte. Zudem erwartet Biogen deutlich Rückgänge bei seinem Mittel Rituxan zur Behandlung von Lymphomen. 

Bescheidene Beiträge zum Umsatz könnte es hingegen nur von dem Alzheimer-Medikament Aducanumab geben. Die Aussichten des Unternehmens hängen stark davon ab, ob sein experimentelles Alzheimer-Medikament zugelassen wird, und wenn ja, wie weit es verbreitet sein wird. Im Januar vertagten die US-Behörden die Entscheidung über die Zulassung des Medikaments auf den 7. Juni, nachdem wissenschaftliche Berater der Behörde im November von einer Zulassung abgeraten hatten. 

Im vierten Quartal verzeichnete Biogen wegen starker Umsatzeinbußen und deutlich höherer Kosten einen Gewinneinbruch. Der auf die Anteilseigner anfallende Gewinn betrug von Oktober bis Ende Dezember rund 358 Millionen US-Dollar. Ein Jahr zuvor hatte Biogen hier noch ein Ergebnis in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar ausgewiesen. Im Gesamtjahr summierte sich der Überschuss auf rund vier Milliarden Dollar und damit rund ein Drittel weniger als noch 2019. 

Zu schaffen machte dem Unternehmen im Schlussquartal vor allem die Konkurrenz durch neue Generika für das umsatzstarke MS-Mittel Tecfidera. Die Erlöse für das Mittel halbierten sich auf rund 608 Millionen Dollar im Vergleich zum Vorjahresquartal. Insgesamt schrumpfte der Konzernumsatz in diesem Zeitraum um gut ein Fünftel auf 2,85 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr setzte das Unternehmen mit 13,45 Milliarden Dollar sechs Prozent weniger um.

2020 war für die Aktionäre des Biotechnologieunternehmens wieder einmal ein enttäuschendes Jahr. Nachdem die Aktie bereits 2018 und 2019 an Wert verloren hatten, beschleunigte sich die Talfahrt im vergangenen Jahr sogar noch. Vom Rekordhoch von 442 Dollar aus dem Frühjahr 2015 ist das Papier inzwischen weit entfernt. Grund für die Verluste im vergangenen Jahr waren unter anderem Probleme mit dem Alzheimer-Medikament Aducanumab, das der US-Konzern mit dem japanischen Unternehmen Eisai entwickelt. 


Carsten Kaletta

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