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BioNTech: Die Quartalszahlen sind da!

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Das Mainzer Biopharma-Unternehmen BioNTech und sein US-Partner Pfizer wollen bei einem Erfolg der aktuellen klinischen Studie zu ihrem möglichen Corona-Impfstoff weiterhin im Oktober den Antrag auf Marktzulassung stellen. Die BioNTech-Mitarbeiter hätten es geschafft, die Studie "in Rekordzeit zu starten", sagte BioNTech-Vorstandschef Ugur Sahin am Dienstag bei der Vorlage der Unternehmenszahlen für das zweite Quartal.

Ende Juli hatte eine weltweite Studie zu dem möglichen Impfstoff mit bis zu 30 000 Teilnehmern begonnen. Für die klinische Untersuchung der Phasen II/III - mit dem Ziel einer Überprüfung der Wirksamkeit, der Bestimmung der geeigneten Dosis und schließlich dem Nachweis der Wirksamkeit - war der Wirkstoff BNT162b2 als Hauptkandidat ausgewählt worden.

Laut Quartalsbilanz verfügt das auf Forschung an diversen Wirkstoffen spezialisierte Pharma-Unternehmen über liquide Mittel von 573 Millionen Euro. Für die ersten sechs Monate dieses Jahres wurde ein Umsatz von 69,4 Millionen Euro verzeichnet nach 51,9 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Die Kosten für Forschung und Entwicklung beliefen sich im gleichen Zeitraum auf 160,3 Millionen Euro verglichen mit 110,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Den Anstieg erklärte das Unternehmen vor allem mit der höheren Mitarbeiterzahl. Der Nettoverlust erhöhte sich auf 141,7 Millionen Euro verglichen mit 90,8 Millionen im ersten Halbjahr.

Hier finden Sie die Original-Pressemitteilung zu den Quartalszahlen (engl.).

Falls der Corona-Wirkstoff zugelassen wird, haben BioNTech und Pharma-Riese Pfizer +0,32% bereits Liefervereinbarungen mit Großbritannien, den USA, Japan und Kanada über mehr als 250 Millionen Impfstoffdosen geschlossen. Zusätzlich gibt es eine Option über weitere 500 Millionen Dosen. BioNTech +1,02% ist seit Oktober 2019 an der der US-Tech-Börse Nasdaq notiert. Der Kurs legte seitdem erheblich zu. Nach dem jüngsten Anstieg im Juli konsolidiert die Aktie, auch heute pausiert der Kurs.

Sechs-Monats-Chart BioNTech (in Euro)


Auch das deutsche, noch nicht börsennotierte Biotech-Unternehmen CureVac hat vor, in Brasilien einen Corona-Impfstoff zu testen, an dem es forscht. Wie die Infektiologin Sue Ann Clemens, Mitglied des Komitees von Curevac, der Deutschen Presse-Agentur sagte, plant das Unternehmen mit Sitz in Tübingen, im September oder Oktober mit der Studie in dem südamerikanischen Land zu beginnen.

Bisher laufe es bei der ersten, kleineren Testreihe in Deutschland sehr gut, hatte Studienleiter Professor Peter Kremsner vom Institut für Tropenmedizin am Montag gesagt. Derzeit gebe es etwa 180 Probanden.

Brasilien ist derweil zum Testlabor der Welt geworden. Neben BioNTech/Pfizer laufen dort auch bereits Testreihen der Unternehmen AstraZeneca -0,03% und Sinovac ±0,000%. Neben den USA ist Brasilien derzeit einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie. Mehr als drei Millionen Menschen haben sich nach offiziellen Angaben mit dem Coronavirus infiziert, die tatsächlichen Zahlen dürften noch weit höher liegen, auch weil in dem Land sehr wenig getestet wird. (Mit Material von dpa-AFX)

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