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BioNTech: Ein Coup für die deutsche Pharmaindustrie

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Angetrieben von der Nachfrage nach Corona-Impfstoffen erlebte die deutsche Pharmaindustrie einen Boom. Und auch im neuen Jahr dürfte Umsatz und Produktion kräftig wachsen – alles dank BioNTech.

"Die Pharmaindustrie in Deutschland zeigt sich in der Krise äußerst robust", sagte der Präsident des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller, Han Steutel, der dpa. Sie sei damit ein maßgeblicher Faktor für das Wirtschaftswachstum.

BioNTech-Entwicklung der entscheidende Treiber

Der Coup von BioNTech -4,33%, den weltweit ersten zugelassenen Corona-Impfstoff aus Deutschland auf den Markt zu bringen, habe direkt und indirekt positive Folgen für den hiesigen Pharmastandort, sagte Steutel. "Es ist nicht nur die Produktion deutscher Unternehmen gestiegen, auch ausländische Konzerne wie Astra Zeneca und Johnson & Johnson lassen verstärkt hier produzieren".

Der Impfstoff-Erfolg von BioNTech sei eine riesige Chance. Schon dieses Jahr hat die Pharmabranche einen rasanten Aufschwung erlebt: Der Umsatz dürfte laut vfa um 13 Prozent steigen, die Produktion um fünf Prozent.

Allein am Vakzin von BioNTech und Pfizer +2,30% wirken in Deutschland 13 Betriebe mit. Vom Wachstum der deutschen Wirtschaft von 2,7 Prozent, dass die "Wirtschaftsweisen" für 2021 prognostizieren, dürften allein 0,5 Prozentpunkte auf BioNTech entfallen, errechnete der Verband. Er vertritt 45 Unternehmen mit rund 92.000 Beschäftigten.

Doch es geht noch besser

Damit der hiesige Pharmastandort wettbewerbsfähig bleibe, müsse Deutschland aber in Sachen Bürokratieabbau besser werden. Genehmigungen etwa dauerten zu lange, auch weil Datenschutz in Deutschland ein besonders sensibles Thema sei. "Bei Corona-Impfstoffen waren die Behörden schnell, das zeigt, dass es auch sonst zügiger gehen kann", sagte Steutel.

Wenn für die Erforschung von Arzneien klinische Studien mit Patienten durchgeführt werden müssten, sei derzeit eine Genehmigung in den betroffenen Bundesländern nötig - im schlimmsten Fall also bis zu 16. "Es fehlt eine zentrale Stelle", monierte Steutel. In anderen europäischen Ländern dauere es 100 Tage, die Genehmigung für eine klinische Studie zu bekommen. "In Deutschland sind es 200 Tage."


Mit Material von dpaAFX.
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