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BioNTech: Weiterer Booster dank Malaria-Impfstoff?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Das Mainzer Biopharma-Unternehmen BioNTech forscht nicht nur an Impfstoffen gegen das Coronavirus und gegen Varianten von Covid-19. Heute wurde der Beginn eines eigenen Malaria-Projekts bekanntgegeben. Das Ziel des Projekts ist es, einen gut verträglichen und hochwirksamen Malaria-Impfstoff zu entwickeln sowie nachhaltige Lösungen zur Impfstoffversorgung auf dem afrikanischen Kontinent zu realisieren. Die BioNTech-Aktie bekommt dadurch am Montag einen 'Booster'-Schub. 

BioNTechs Malaria-Projekt hat zwei wesentliche Ziele, heißt es in einer Pressemitteilung: Das erste Ziel besteht in der Entwicklung eines sicheren und hochwirksamen mRNA-Impfstoffs mit länger anhaltender Immunität zur Vorbeugung von Malaria und krankheitsbedingter Sterblichkeit. Zu diesem Zweck wird BioNTech mehrere Impfstoff-Kandidaten untersuchen. Diese könnten bekannte Malaria-Zielstrukturen wie das Circumsporozoiten-Protein (CSP) nutzen, aber auch neue Antigene verwenden, die eigens in der präklinischen Forschungsphase identifiziert werden.

Die vielversprechendsten mRNA-Impfstoffkandidaten werden anschließend für die klinischen Studien ausgewählt. Der Start der klinischen Studie mit dem vielversprechendsten Kandidaten ist für Ende 2022 geplant. Das Entwicklungsprogramm für den Malaria-Impfstoff ist eine Erweiterung von BioNTechs COVID-19-Impfstoffaktivitäten.

Das zweite Ziel ist der Aufbau nachhaltiger Lösungen für die Impfstoffproduktion und -versorgung auf dem afrikanischen Kontinent. Derzeit prüft BioNTech Möglichkeiten, wie das Unternehmen in Zusammenarbeit mit Partnern oder eigenständig hochmoderne mRNA-Produktionsanlagen aufbauen könnte. Die Anlagen sollten verschiedene zugelassene mRNA-basierte Impfstoffe herstellen können, sodass ein nachhaltiger Versorgungsbetrieb gewährleistet wäre. BioNTech würde die eigenen Produktionskapazitäten in unmittelbarer Nähe zu den afrikanischen Technologietransfer-Zentren aufbauen. Den Bau der Technologietransferzentren verantwortet die WHO.

Außerdem könnte bald auch eine dritte Impfung gegen Covid-19 in den USA von offizieller Seite bewilligt werden. Diese "Booster"-Impfungen werden derzeit in klinischen Studien untersucht. Beamte aus der Biden-Regierung glauben, dass gefährdete Bevölkerungsgruppen Auffrischungsimpfungen benötigen, heißt es in verschiedenen US-Berichten.

Die USA kaufen deshalb weitere 200 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Hersteller BioNTech +0,83% und Pfizer +0,21%. Die Bundesregierung betreibt unterdessen Vorsorge für den Herbst und die Jahre 2022 und 2023 - etwa für mögliche Auffrischungsimpfungen, Impfungen von Kindern unter zwölf Jahren sowie Impfungen zum Schutz vor möglichen weiteren Virusvarianten. Dazu solle die gemeinsame Beschaffung über die Europäische Union fortgesetzt werden. Zur Risikostreuung soll weiterhin auf verschiedene Herstellern gesetzt werden. Geplant ist, für 2022 insgesamt 204 Millionen Impfdosen von BioNTech und Moderna +1,06% für Deutschland zu sichern.

Die BioNTech-Aktie +0,83%kennt nach US-Handelsstart jedenfalls erneut kein Halten. Zeitweise klettert die Aktie bis auf 298 Dollar. Im deutschen Xetra-Handel markiert BioNTech bei 252 Euro ihr neues Allzeithoch.

Sechs-Monats-Chart BioNTech (in Euro, Xetra)
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