DAX®15.199,68+0,33%TecDAX®3.284,58+0,68%Dow Jones 3034.021,45+1,29%Nasdaq 10013.109,15+0,83%
finanztreff.de

BMW, Daimler, Volkswagen: Deutsche Autobauer meistern Coronakrise

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die großen deutschen Autohersteller haben die Corona-Krise einer Branchenstudie des Beratungsunternehmens EY zufolge vergangenes Jahr im Ländervergleich am besten weggesteckt. Daimler, Volkswagen und BMW hätten mit einem Umsatzrückgang von zehn Prozent, einem Absatzminus von 14 Prozent und einem Rückgang beim operativen Gewinn von 26 Prozent im Durchschnitt deutlich besser abgeschnitten als große Hersteller anderer Nationen, hieß es in der Analyse.

Branchenweit sei der Gesamtumsatz der 17 weltweit größten Hersteller im Vorjahr um 13 Prozent gesunken. Der Pkw-Absatz sei um 16 Prozent nach unten gegangen, der Betriebsgewinn gar um 37 Prozent. Besonders hart getroffen worden seien insbesondere die französischen Hersteller, deren Umsatz laut Studie um 20 Prozent einbrach, während der Absatz um 24 Prozent und der Betriebsgewinn um 84 Prozent sanken. Aber auch Hersteller aus den USA und Japan lagen laut der Studie in allen drei Kategorien hinter den deutschen Konzernen.

China-Geschäft bleibt Rettungsanker 

Vor allem gute Geschäfte in China retteten bei den deutschen Autobauern die Bilanzen noch halbwegs. Insgesamt sei im Vorjahr fast jeder vierte Neuwagen (39,4 Prozent) von Volkswagen, BMW und Daimler an einen chinesischen Kunden übergeben worden. Im Jahr 2019 habe der Anteil Chinas am Gesamtabsatz der deutschen Unternehmen noch bei 35,3 Prozent gelegen, in den Jahren davor noch niedriger. 

Betrachtet man alle 17 weltweit größten Autokonzerne, sank der Gesamtabsatz von Pkw dieser Hersteller in China lediglich um vier Prozent. In den USA (14 Prozent) und in Westeuropa (25 Prozent) fielen die Rückgänge dagegen wesentlich deutlicher aus.

Das sagen die Analysten 

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für BMW -2,38% auf "Neutral" mit einem Kursziel von 108 Euro belassen. Analyst Mark Delaney rechnet im Autosektor mit einem robusten Wachstum fortschrittlicher Fahrerassistenzsysteme (ADAS), die Sicherheitsfunktionen wie automatische Spurwechsel und Notbremsungen ermöglichen. 

So dürfte der Markt für Kamera-, Radar- und Laser-basierte Abstandsmessungssysteme (LiDAR) bis 2025 auf mehr als 60 Milliarden US-Dollar wachsen, schrieb er in einer am Montag vorliegenden Branchenstudie. Der zunehmende Wettbewerb werde aber die Margen der in diesem Segment tätigen Zulieferer belasten. Autobauer wie Tesla, Volkswagen, BMW und Daimler sollten indes von der Entwicklung profitieren.

Bei den Volkswagen-Vorzügen +1,47% bleibt die Deutsche Bank zuversichtlich gestimmt. Dank Audi, Porsche und des China-Geschäfts dürften die Wolfsburger im ersten Quartal noch stärker abgeschnitten haben als gedacht, schrieb Analyst Tim Rokossa in einer am Montag vorliegenden Studie. Folglich beließ Rokossa die Einstufung für Volkswagen Vorzüge auf "Buy" mit einem Kursziel von 270 Euro. 

Für die Papiere des Stuttgarter Autobauers Daimler hebt die US-Investmentbank Goldman Sachs weiter den Daumen. Wie beim Konkurrenten BMW rechnet Analyst Mark Delaney auch bei Daimler mit einem robusten Wachstum fortschrittlicher Fahrerassistenzsysteme und bestätigte daher sein Kursziel von 100 Euro sowie die "Buy"-Einstufung.

Das macht die Daimler-Aktie

Trotz der Bestätigung des Kursziels von 100 Euro notiert die Daimler-Aktie -0,01% zum Wochenauftakt rund 0,5 Prozent schwächer bei 76,94 Euro. Seit Jahresbeginn legten die Papiere jedoch um mehr als 35 Prozent zu. 

Sechs-Monats-Chart Daimler (in Euro)
Mit Material von dpaAFX.
Schlagworte:
, , , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Rund zwei Jahre nach dem Verkauf seines Deutschland-Geschäfts will der Online-Lieferdienst Delivery Hero mit der Marke Foodpanda hierzulande wieder Fuß fassen. Glauben Sie, dass Foodpanda in Deutschland erfolgreich wird?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen