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BMW: Davon sind die Anleger enttäuscht

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Es ist der erste Quartalsverlust für BMW seit 2009. Zwar hatte der Autobauer bereits voir roten Zahlen gewarnt – dass der Verlust jedoch noch höher als erwartet ausfällt, enttäuscht die Anleger.

Der Umsatz ging um 22 Prozent auf knapp 20 Milliarden Euro zurück, weil das Unternehmen in der Corona-Pandemie deutlich weniger Autos absetzte. Der operative Verlust lag bei 666 Millionen Euro, was mehr war als von Analysten zuvor geschätzt.

Einige Experten hatten sich auch eine etwas bessere Entwicklung beim Free Cashflow in der Autosparte erhofft, doch BMW verlor hier nach 2,2 Milliarden Euro Abfluss flüssiger Mittel im ersten Quartal nun noch einmal zusätzlich 295 Millionen Euro. Finanzchef Nicolas Peter kündigte an, im dritten und vierten Quartal hier schwarze Zahlen vorweisen zu wollen und alles zu tun, um auch im Gesamtjahr einen Mittelzufluss zu erreichen.

Prognose steht – vor allem wegen China

Die Finanzprognosen für das laufende Jahr bestätigte das Management – Vorstandschef Oliver Zipse sprach von "vorsichtiger Zuversicht" für das zweite Halbjahr. Hier muss BMW aber auch ordentlich nachlegen. Bei der Marge im Autogeschäft peilt BMW 2020 nach wie vor einen Wert von 0 bis 3 Prozent an – nach den ersten sechs Monaten stehen hier bislang minus 4 Prozent zu Buche.

BMW setzt dabei große Hoffnung in den wichtigsten Einzelmarkt China. Die erfreuliche Entwicklung des dortigen Gemeinschaftsunternehmens habe zu einer Verbesserung des Finanzergebnisses beigetragen, hieß es. Dennoch dürfte der weltweite Premiummarkt dieses Jahr um knapp 20 Prozent zurückgehen. Davon können sich auch die Münchener nicht freimachen. Immerhin: Im Juli habe BMW deutlich zugelegt, sagte Zipse.

Um Kosten zu sparen wird viel unternommen: Projekte werden aufgeschoben oder auf den Prüfstand gestellt und bis Ende 2021 will BMW die Zahl der Mitarbeiter um 6.000 kürzen, Ende 2019 waren es 126.000. Bei Forschung und Entwicklung will das Unternehmen dagegen nur mit Bedacht kürzen. So sollen bis 2025 mehr als 30 Milliarden Euro aufgewendet werden.

Analysten nicht begeistert

Der operative Verlust in der Autosparte sei in dem schwierigen Quartal höher ausgefallen als gedacht, schrieb JPMorgan-Analyst Jose Asumendi. George Galliers von Goldman Sachs schlug in die gleiche Kerbe. Die Ergebnisse seien trotz der höheren Aktivierungsquote bei den Forschungs- und Entwicklungsleistungen schwächer ausgefallen als gedacht. Jefferies-Experte Philippe Houchois begründete das auch mit der teuren Risikovorsorge für Restwertrisiken im Leasinggeschäft.

Das macht die Aktie von BMW

Der hohe operative Verlust schmeckt weder den Analysten – noch den Aktionären. Die Aktie von BMW -2,34% zählt am Mittwoch mit einem Minus von 4,8 Prozent auf 55,39 Euro zu den schwächsten Papieren im DAX.

Mit Material von dpaAFX.
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