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BMW: Dieser Ausblick kann nicht überzeugen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Mit einem Kursverlust von über 5 Prozent erreicht die Aktie von BMW ein neues Krisentief bei 37,89 Euro. Ganz klar: Der Ausblick der Geschäftsführung in Zeiten der Krise verunsichert die Anleger.

BMW geht angesichts der Coronakrise von einer deutlichen Belastung der Ergebnisse im Kerngeschäft aus. Im laufenden Jahr dürfte die operative Marge des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern im Automobilbau nur noch zwischen 2 und 4 Prozent liegen nach 4,9 Prozent im Vorjahr, teilte der Autobauer am Mittwoch via Videokonferenz mit.

Dabei gehen die Münchener von einer Belastung der Marge von rund 4 Prozentpunkten durch die Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 aus. Diese dürften vor allem das erste Halbjahr treffen, hieß es.

Weil auch die Finanzdienstleistungen bei den Neuverträgen von der Krise betroffen sind, soll das gesamte Konzernergebnis vor Steuern 2020 noch einmal deutlich unter dem Vorjahr liegen. Deutlich bedeutet bei BMW einen Rückgang um mehr als 10 Prozent.

Anpassungen in der Krise

BMW will auf die Krise mit einer frühzeitigen Anpassung der Produktion reagieren, dabei nutze der Konzern ein breites Spektrum an Instrumenten, hieß es. Das beinhalte sowohl Arbeitszeitkonten, Homeoffice und Kurzarbeit.

Die meisten europäischen Autobauer haben einen Produktionsstopp angekündigt. "Wir stellen den Schutz und die Gesundheit unserer Mitarbeiter sicher und gewährleisten gleichzeitig eine bestmögliche Balance für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens", sagte Vorstandschef Oliver Zipse laut Mitteilung.

Während die Münchener die chinesischen Werke zuletzt wieder hochgefahren und die Händler im wichtigsten Einzelmarkt zu großen Teilen wieder ihre Tore geöffnet haben, trifft es nun die Heimat von BMW.

Jahreszahlen bereits veröffentlicht

Die wichtigsten Geschäftszahlen des vergangenen Jahres hat BMW schon vergangene Woche veröffentlicht: Die Verkäufe stiegen um 2 Prozent auf 2,54 Millionen Autos, der Umsatz legte dank eines höheren Anteils von Autos der Luxusklasse um 7 Prozent auf 104 Milliarden Euro zu. Aber hohe Investitionen und eine drohende Kartellstrafe in Milliardenhöhe verhagelten dem Münchner Autobauer die Bilanz. Das Ergebnis vor Steuern fiel um ein Viertel auf 7,1 Milliarden Euro, unter dem Strich blieben noch 5,0 Milliarden Euro Gewinn.

Das macht die Aktie von BMW

Den Aktionären stellte BMW eine Dividende von 2,50 Euro je Stammaktie in Aussicht, nach 3,50 Euro im vergangenen Jahr. Der größere Schlag für die Aktionäre ist jedoch der Kurseinbruch: Seit Januar haben die BMW-Aktien -2,09% fast die Hälfte ihres Werts verloren. Aktuell notiert die Aktie rund vier Prozent tiefer bei 38,69 Euro. Das 52-Wochen-Hoch liegt weit entfernt bei 78,01 Euro.

Mit Material von dpaAFX.
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