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Boeing: Dank Krisenjet jetzt an Dow-Spitze?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Boeing hat die Produktion seines Krisenjets 737 Max wiederaufgenommen. Das gibt den Aktien des angeschlagenen US-Flugzeugbauer im frühen US-Handel einen starken Schub.

Die Fertigung laufe zunächst auf geringem Niveau wieder an und werde im Laufe des Jahres weiter hochgefahren, teilte Boeing am Mittwoch mit. Es würden mehr als ein Dutzend Initiativen zur Verbesserung von Arbeitssicherheit und Produktqualität im Hauptwerk in Renton nahe Seattle umgesetzt werden.

Boeing hatte die Produktion des Flugzeugtyps im Januar bis auf weiteres ausgesetzt. Zuvor waren monatelang 737-Max-Modelle auf Halde gefertigt worden, die wegen der Flugverbote nicht ausgeliefert werden konnten. Wann die Problemflieger wieder abheben dürfen, ist jedoch weiterhin unklar. Die Entscheidung liegt bei den internationalen Aufsichtsbehörden.

Für die 737 Max waren im März 2019 nach zwei Abstürzen binnen weniger Monate, bei denen insgesamt 346 Menschen starben, weltweit Startverbote verhängt worden. Boeing geriet dadurch in eine schwere Krise, die sich aufgrund der Corona-Pandemie zuletzt noch zusätzlich verschärfte. Der Konzern kämpft mit milliardenschweren Sonderkosten und reagierte unter anderem mit Produktionskürzungen und einem großen Stellenabbau auf die Probleme.

Das macht die Aktie von Boeing

Die Wiederaufnahme der Produktion hat der Boeing-Aktie +0,75% am Donnerstag starken Anschub gegeben. Mit einem Aufschlag von 4,5 Prozent auf 156,17 US-Dollar setzte sie sich an die Spitze des Dow Jones und stieg zudem auf den höchsten Stand seit Anfang April. Damit setzte sich die Mitte Mai begonnene Erholung oberhalb der vergangenen Woche zurückeroberten 50-Tage-Linie fort. Nächstes Ziel einer fortgesetzten Erholung dürfte nun das Zwischenhoch von Ende März bei 186,48 Euro sein.

Der Flugzeughersteller würde die Fertigung des 737 MAX nicht wiederaufnehmen, wenn er sich der späteren Zertifizierung durch die zuständige Behörde FAA nicht recht sicher wäre, schrieb Analyst Noah Poponak von Goldman Sachs. Eine Rückkehr des Flugzeugs auf den Markt wäre ein "starker positiver Impuls für den Aktienkurs". Die Fertigung dürfte im dritten Quartal zunächst auf Sparflamme beginnen, mit ersten Auslieferungen rechnet Poponak im Schlussquartal 2020.

Mit Material von dpaAFX.
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