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Boeing schickt TUI auf Achterbahnfahrt

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Achterbahnfahrt der vergangenen Tage bei der TUI-Aktie geht am Mittwoch wohl mit grünen Vorzeichen weiter. Dieses Mal gibt eine Einigung mit Boeing wegen der Stilllegung von 737-Max-Flugzeugen frischen Rückenwind.

Der weltgrößte Reisekonzern TUI hat sich nach dem Flugverbot für den Mittelstreckenjet 737 Max mit dem Flugzeugbauer Boeing -0,57% auf einen Ausgleich des entstandenen Schadens geeinigt. Ein Großteil der Belastung werde in den nächsten zwei Jahren ausgeglichen, teilte TUI am Mittwoch mit. Die Vereinbarung umfasse eine Kompensation, die einen erheblichen Teil des Schadens abdecke.

Der Deal erleichtert es dem in der Corona-Krise angeschlagenen Touristikkonzern zudem, seine Flotte zu verkleinern. So verständigte sich TUI mit Boeing unter anderem darauf, bestellte Flugzeuge erst später abzunehmen: "In den kommenden zwei Jahren werden weniger als die Hälfte der ursprünglich vorgesehenen Flugzeuge ausgeliefert."

Der Konzern hat insgesamt 77 Exemplare der 737 Max bestellt und 16 bereits erhalten, von denen 15 bereits in Betrieb waren. Seit März 2019 stehen sie allerdings am Boden. Denn nach dem Absturz zweier Jets des Typs bei den Gesellschaften Lion Air und Ethiopian Airlines mit insgesamt 346 Toten hatten Behörden weltweit Flugverbote verhängt. Eine Wiederzulassung steht noch immer aus.

TUI hatte wegen des Flugverbots und den gestoppten Auslieferungen im vergangenen Jahr im großen Stil teure Ersatzflugzeuge mieten müssen. Allein im Geschäftsjahr 2018/2019 bezifferte TUI die Belastung durch das 737-Max-Desaster auf 293 Millionen Euro.

Das macht die Aktie von TUI

Die Kompensationen kommen an der Börse gut an. Im vorbörslichen Handel legt die TUI-Aktie -2,02% über 5 Prozent zu – zum Handelsstart sind die Gewinne jedoch größtenteils dahingeschmolzen. Damit gehen die Schwankungen bei der TUI-Aktie in die nächste Runde, was ein Indiz für die Nervosität der Anleger in Zeiten der Corona-Krise ist.

Nach dem Crash bis deutlich unter die 3-Euro-Marke im März waren die Papiere in der Vorwoche aus Hoffnung auf wieder auflebenden Tourismus über die 7-Euro-Marke gesprungen. Darauf folgten zwei Rückschlagstage und neuer Rückenwind am Vortag, als die Aktien zunächst um 15 Prozent anzogen, einige Anleger dann aber wieder kalte Füße bekamen. Letztlich war das Tagesplus am Dienstag auf etwas mehr als fünf Prozent geschmolzen.

Mit Material von dpaAFX.
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