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Boeing verbrennt 5,3 Milliarden im zweiten Quartal

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Corona-Pandemie und das 737-Max-Debakel haben Boeing im zweiten Quartal noch tiefer in die roten Zahlen gebracht als erwartet. Zwar gibt es auch Lichtblicke – doch diese können die Aktionäre in der aktuellen Lage nicht aufheitern.

Im zweiten Quartal stand unter dem Strich ein Verlust von rund 2,4 Milliarden Dollar. Der Quartalsverlust des Airbus-Erzrivalen fiel damit etwa doppelt so hoch aus wie von Analysten erwartet. Immerhin: Mit 5,3 Milliarden Dollar verbrannte der Konzern im abgelaufenen Vierteljahr im Tagesgeschäft weniger Geld als befürchtet.

Boeing-Chef Dave Calhoun bezeichnete die vergangenen Monate in einem Memo an die Mitarbeiter als beispiellos und warnte, dass die Belastungen durch die Corona-Krise noch nicht vorbei seien. "Die Herausforderungen, denen wir als Unternehmen gegenüberstehen, sind nicht ausgestanden". Die Folge ist ein harter Sparkurs.

Auch die Produktion seiner Langstreckenjets wird Boeing aufgrund der Krise weiter zurückfahren. So sollen im kommenden Jahr monatlich nur noch sechs Exemplare des Langstreckenjets 787 "Dreamliner" fertiggestellt werden. Die Produktion der noch größeren Boeing 777 und ihrer Neuauflage 777X soll auf zwei Maschinen pro Monat sinken. Die Auslieferung der ersten 777X erwartet Boeing nun erst im Jahr 2022, damit wird die Premiere erneut verschoben. Die Produktion des Krisenjets 737 Max läuft derweil langsamer als geplant wieder an.

Während beim Unglücksflieger 737 Max zuletzt immerhin die Hoffnung auf eine baldige Wiederzulassung stieg, dürfte die Covid-Krise den Luftverkehr und damit auch Boeing noch länger stark belasten. Im ersten Halbjahr stornierten Airlines zahlreiche Aufträge. Angesichts der erneuten Corona-Eskalation in einigen US-Bundesstaaten und anderen Teilen der Welt ist keine rasche Erholung in Sicht.

Das macht die Aktie von Boeing

Zwar hätten Umsatz und Gewinn die Markterwartungen verfehlt, der dieses Mal besonders im Fokus stehende Abfluss liquider Mittel sei aber weniger schlimm gewesen als befürchtet, schrieb die Credit Suisse in einer ersten Reaktion. Angesichts der aktuellen Geschwindigkeit des "Geldverbrennens" und der vorhandenen Liquidität würde es rund vier Quartal brauchen, bis eine Kapitalerhöhung notwendig werden könnte.

Die Anleger nehmen am Mittwoch erneut Abstand von der Boeing-Aktie +6,26%. Das Papier fiel zuletzt um 3,8 Prozent auf 164,44 Dollar und fällt damit deutlich unter die horizontale Unterstützung bei 170 Dollar. Auf diesem Niveau rückt auch die erst im Juni zurückeroberte 90-Tage-Linie wieder in den Fokus.

Mit Material von dpaAFX.
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