DAX®12.736,95-0,92%TecDAX®3.109,40-1,35%Dow Jones 3028.459,09+0,94%Nasdaq 10011.722,43+0,76%
finanztreff.de

Brexit: Bereit für den No-Deal

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Im Brexit-Streit erwartet der britische Premierminister Boris Johnson nun einen harten Bruch ohne Vertrag mit der EU am 1. Januar. Die EU habe laut Johnson offenkundig kein Interesse an einem von Großbritannien gewünschten Freihandelsabkommen.

Johnson hatte eigentlich eine Einigung bis zum EU-Gipfel am 15. Oktober verlangt, was nicht gelang. Danach erwog Johnson den Abbruch der Verhandlungen. Eine glasklare Entscheidung verkündete er nun aber nicht, sondern kündigte die Vorbereitung auf einen Bruch ohne Deal an.

Die EU hatte Johnson hingegen nochmals intensivierte Verhandlungen für die nächsten zwei bis drei Wochen angeboten, mit dem Ziel, bis Ende Oktober oder Anfang November eine Einigung zu erzielen. Gleichzeitig verlangte der EU-Gipfel aber Zugeständnisse von London, worauf die britische Regierung enttäuscht reagiert hatte.

Bei den Verhandlungen geht um einen umfassenden Handelsvertrag ab 2021. Großbritannien hatte die Staatengemeinschaft Ende Januar verlassen, ist aber während einer Übergangszeit bis zum Jahresende noch Mitglied im EU-Binnenmarkt und in der Zollunion. Erst danach kommt der wirtschaftliche Bruch. Ohne Vertrag drohen Zölle und hohe Handelshürden. Die Wirtschaft auf beiden Seiten warnte vor erheblichen Verwerfungen. Einbußen sind bereits jetzt zu spüren.

Streitpunkte im Überblick

Hauptstreitpunkte waren von Anfang an der Zugang von EU-Fischern zu britischen Gewässern sowie die Forderung der Staatengemeinschaft nach gleichen Wettbewerbsbedingungen für die Wirtschaft, also gleiche Umwelt-, Sozial- und Subventionsstandards. Im Gegenzug soll Großbritannien Waren ohne Zoll und Mengenbeschränkung in den EU-Binnenmarkt liefern können.

Dritter wichtiger Punkt für die EU sind Regeln zur Schlichtung für den Fall, dass eine Seite gegen das Abkommen verstößt. Das rückte zuletzt in den Vordergrund, weil ein britisches Gesetz Teile des bereits gültigen EU-Austrittsvertrags aushebeln soll. Dabei geht es um Sonderregeln für den britischen Landesteil Nordirland. Brüssel reagierte empört auf das sogenannte Binnenmarktgesetz.


Mit Material von dpaAFX.
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Weitere Nachrichten

Quelle: finanztreff
15:31 Google droht neuer Ärger vor Gericht Alphabet Inc. A 1.304,20 -0,82%
14:04 Kion: Schwache Prognose verunsichert Anleger Kion Group AG 74,22 -5,96%
13:20 Fresenius Medical Care: Das sieht gar nicht gut aus... Fresenius Medical Care 67,20 -5,41%
11:10 Jenoptik: Darum verliert der SDAX-Wert am Dienstag Jenoptik 23,74 -6,09%
10:44 BMW: Finanziell gut gepolstert BMW St. 63,98 +1,03%
10:21 Software AG: Hackerangriff überschattet dieses Event Software AG 35,96 -0,88%
08:59 TeamViewer: Großaktionär lässt Aktie abrutschen TEAMVIEWER AG INH O.N. 42,05 -3,33%
08:58 UBS: Es läuft hervorragend
08:38 Sartorius: Prognose angehoben – das ist der Grund Sartorius AG Vz. 384,00 +2,02%
08:32 Diese 7 Themen sind am Dienstag für DAX-Anleger wichtig DAX ® 12.736,95 -0,92%
Rubrik: Finanzmarkt
18:57 Maskenpflicht in Bulgarien auch im Freien
18:56 Niedersachsen will Atom-Transport wegen Corona erneut verschieben
18:45 Aktien Osteuropa Schluss: Überwiegend Gewinne - Nur Prag leicht im Minus PX Prague Stock Exchange Index 872,20 +0,59%
18:45 DGAP-Stimmrechte: DIC Asset AG (deutsch) DIC Asset AG 10,18 +1,80%
18:45 BUSINESS WIRE: World Young Scientist Summit 2020 fördert globale Community für junge Wissenschaftler
18:39 Vivendi-Umsatz steigt weniger als erwartet Vivendi S.A. 25,01 -0,12%
18:34 ROUNDUP 2: US-Regierung nimmt Google mit Wettbewerbsklage ins Visier Apple Inc. 99,87 -0,33%
18:33 ROUNDUP/Schweiz: Haben rechnerisch doppelt so viele Corona-Fälle wie Italien
18:33 Autobauer: Corona-Krisenhilfen für Ladestationen ausgeben Daimler 48,80 +1,06%
18:32 ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Wenig Bewegung vor US-Weichenstellung CAC 40® 4.929,28 -0,27%

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Daimler sollte nach Ansicht von Betriebsratschef Michael Brecht wegen des herrschenden Kostendrucks das Engagement beim Car-Sharing und anderen Mobilitätsdiensten einstellen. Wie sehen Sie das? Befürworten Sie Car-Sharing oder kann das eingestellt werden?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen