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Cancom & Bechte: Kurseinbruch bei den IT-Dienstleistern

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Cancom und Bechtle haben am Donnerstag ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Während Bechtle bereits vorab den Ausblick erhöht hatte, sorgte Cancom mit einer schwachen Umsatzentwicklung für Enttäuschung und zog beide MDAX-Aktien nach unten.

Cancom +1,79% hat im zweiten Quartal nicht ganz so deutlich gegenüber dem pandemiebedingt schwachen Vorjahresquartal zulegen können wie gedacht. Der Erlös stieg um 19 Prozent auf 343 Millionen Euro. Aus eigener Kraft - ohne Zu- und Verkäufe sowie Wechselkursschwankungen - hätte der Anstieg 16,5 Prozent betragen. Beim EBITDA betrug das Plus 61 Prozent auf 32,3 Millionen Euro.

Das war weniger als von Analysten geschätzt. Die Experten stellten allerdings klar, dass die Cancom-Resultate dennoch von Qualität seien. Laut Jefferies Research ist das organische Wachstum herausragend. Zudem verbessere sich die Profitabilität. Die Analysten von Hauck & Aufhäuser sprachen von einem konservativen Ausblick.

Denn die Jahresprognose für das Umsatzwachstum und das operative Ergebnis bestätigten die Münchener nur. Sie rechnen unverändert mit einem Anstieg jeweils im oberen einstelligen Prozentbereich.

Konkurrent Bechtle +2,54% hatte jüngst den Ausblick angehoben: Das Vorsteuerergebnis für 2021 solle nun sehr deutlich statt bislang nur deutlich steigen, hieß es Ende Juli vom Konkurrenten. Die bereits bekannten Eckdaten wurden am Donnerstag bestätigt. Das Nettoergebnis war im zweiten Quartal um gut 40 Prozent auf 57,4 Millionen Euro gestiegen und der organische Umsatz um 9,3 Prozent auf 1,43 Milliarden Euro gewachsen.

Das machen die Aktien von Cancom und Bechtle

Cancom zeigte beim organischen Wachstum etwas mehr Dynamik, performte allerdings im Corona-Jahr auch schlechter als Bechtle. Die Enttäuschung über die nur bestätigte Prognose färbt jedoch auf beide Aktien ab. Nach einem guten Lauf in den vergangenen Wochen setzten die Papiere beider IT-Dienstleister ordentlich zurück und notierten am an das MDAX-Ende.

Trotz der individuellen Unterschiede sind die Kursverläufe bei beiden Aktien schon länger vergleichbar. Die Bechtle-Aktie hatte sich am Dienstag mit 184,60 Euro nahe an das Rekordhoch vom November 2020 herangetastet. Ähnliches gilt auch für Cancom mit einem am Dienstag erreichten Hoch von 57,66 Euro, wobei zum 59-Euro-Rekord vom Juni 2020 nicht mehr viel fehlte. Die Rücksetzer am Donnerstag könnten daher auch im Zusammenhang mit Gewinnmitnahmen gesehen werden.

Mit Material von dpaAFX.
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