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Cannabis-Legalisierung: Kleine Player mit großer Hoffnung

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Mehrere Cannabis-Aktien reagieren am Donnerstag auf die im Koalitionsvertrag der Bundesregierung festgeschriebenen Cannabis-Legalisierung. So springen etwa Synbiotic oder Cannavum prozentual zweistellig nach oben. Die kleinen Werte sind aufgrund extremer Kursschwankungen nur für risikobewusste Anleger geeignet.

Eine sehr optimistische Einschätzung von Hauck & Aufhäuser nach dem Koalitionsvertrag hat zum Beispiel die Cannabis-Aktie Synbiotic +0,51% am Donnerstag befeuert. Bis zum frühen Nachmittag schossen sie um über 30 Prozent auf 29 Euro nach oben. Das Rekordhoch vom Februar bei 29,80 Euro rückt in greifbare Nähe.

Analyst Aliaksandr Halitsa hatte die Anleger auf ein "explosives Wachstum" hingewiesen. Mit seinem Kursziel von 75 Euro liegt er zudem meilenweit über dem Xetra-Niveau.

Synbiotic +0,51% waren im Januar mit 20 Euro an der Börse gestartet. Seither mussten die Anleger mit heftigen Schwankungen vom Rekord bei 29,80 Euro bis zum Tiefpunkt bei 17,50 Euro leben. Nun winkt mit den Ampel-Plänen für eine kontrollierte Abgabe von Cannabis wohl der Durchbruch.

Synbiotic-Chart (in Euro, seit Börsengang)


Auch Exoten wie Cannovum -1,80%, ein pharmazeutischer Großhändler und Hersteller von hochwertigem medizinischen Cannabis, will auf der Cannabis-Legalisierungs-Welle mitschwimmen. Heute gab das Berliner Unternehmen per DGAP-Meldung bekannt, dass man beschlossen habe, in den Markt für freiverkäufliches Cannabis einzusteigen. Das bisherige Angebot im Bereich medizinischen Cannabis wird beibehalten und weiter ausgebaut. Das reicht, um die Cannovum-Aktie um rund 20 Prozent nach oben zu katapultieren.

Auch kleinere Unternehmen aus dem Ausland wollen ein Stück vom deutschen Cannabis-Markt abhaben. Greenrise Global Brands -2,382% (ehemals AMP Alternative Medical Products), hat angekündigt, seine Wellness-Marke Herbify mit hochwertigen, tierversuchfreien und veganen CBD-Produkten auf den Markt zu bringen. Heute teilen die Kanadier per DGAP-Meldung mit, dass man mit seinen Tochtergesellschaften eine führende Position auf dem deutschen Cannabismarkt erreichen wolle. Die Aktie steigt jedoch 'nur' um gut drei Prozent.

Auch das kanadische Unternehmen BevCanna Enterprises +2,892% will in Deutschland mitmischen. Das kleine Unternehmen stellt "Gesundheits- und Wellnessgetränke" mit gewissen Bestandteilen her. Die cannabinoidhaltigen Getränke werden sowohl als Eigenmarken als auch für White-Label-Kunden vertrieben. Der Pennystock gewinnt heute gut vier Prozent.

Nicht von der deutschen Legalisierung profitieren kann bislang Juva Life -0,496%. Die Aktie rutscht im deutschen Handel auf 0,21 Euro ab. An der Heimatbörse in Toronto rauschte die Aktie gestern auf ein neues Allzeittief. Die Kanadier forschen an chemischen Cannabis-Produkten und konnten vor zehn Tagen bekannt geben, dass man mit Juva-041 eine eigene Wirksubstanz aus der Pflanzenfamilie Cannabis sativa isolieren konnte, die beachtliche entzündungshemmende Eigenschaften besitzt  (DGAP-Meldung).

Alle genannten Unternehmen sind sehr kleine Player, die in Nischen nach Cannabis-Geschäft suchen. Kursschwankungen und Verlust-Risiko sind überdurchschnittlich. (Mit Material von dpa-AFX)

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