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Carl Zeiss Meditec: Diese Zahlen enttäuschen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

 Der Thüringer Medizintechnik-Konzern Carl Zeiss Meditec hat am Montag einen Strich unter das erste Geschäftshalbjahr gezogen, das im Oktober begann. Erwartet wurde, dass die Corona-Krise noch keine deutlichen Spuren in der Zwischenbilanz verursacht hat. Vorab hatte das Unternehmen von einem Umsatzzuwachs von 667 Millionen auf etwa 715 Millionen Euro berichtet - obwohl das zweite Quartal bereits verhalten verlief.

Tatsächlich hat Carl Zeiss Meditec in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2019/2020 wegen der Corona-Krise operativ weniger verdient. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei in den sechs Monaten bis Ende März um gut sieben Prozent auf 102,5 Millionen Euro gefallen, teilte der im MDAX +0,38% notierte Medizintechnik-Hersteller in Jena mit. Unter dem Strich blieb ein auf die Aktionäre entfallender Gewinn von 63,9 Millionen Euro - das waren zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Dazu trug vor allem ein deutlich besseres Finanzergebnis bei.

Update: Der Umsatz legte in den ersten sechs Monaten wie bereits seit Anfang April bekannt um etwas mehr als sieben Prozent auf knapp 715 Millionen Euro zu. Allerdings sei es im zweiten Geschäftsquartal zu einer deutlichen Abschwächung des Umsatzwachstums gekommen, teilte das Unternehmen mit. Die Erlöse lagen mit 345,3 Millionen Euro in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Aufgrund der weltweiten Auswirkungen des Virus könne das Unternehmen derzeit noch keine genaue Prognose für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2019/20 geben.

Gleichzeitig warnte das Unternehmen vor einer Abschwächung der Wirtschaft durch die Pandemie. Sollten sich die Gesundheitssysteme vor allem auf medizinische Notfallversorgung beschränken und darüber hinausgehende nicht dringend notwendige Behandlungen aussetzen oder verschieben, könne dies bei Carl Zeiss Meditec zu einem Umsatz- und Ergebnisrückgang führen.

Am Aktienmarkt kamen die Aussichten für das laufende Jahr nicht gut an. Die Aktie von Carl Zeiss Meditec +0,67% reagierte am Morgen mit einem Kursplus auf 97,70 Euro, konnte die Gewinne aber nicht verteidigen. Bei allgemein rückläufigen Kursen ging es bis zum Mittag zeitweise auf 91,50 Euro wieder abwärts.

Sechs-Monats-Chart Carl Zeiss Meditec (in Euro)


Im vergangenen Jahr hatten Anleger große Freude an den Papieren, 2019 haben sie fast 70 Prozent an Wert hinzugewonnen. Zum Vergleich: Der Index der mittelgroßen Unternehmen verzeichnete im selben Zeitraum ein Plus von rund einem Drittel. Auf längere Sicht sieht es noch deutlich besser aus: In den zurückliegenden drei Jahren haben die Anteilsscheine ihren Wert mehr als verdreifacht, in den vergangenen fünf Jahren fast verfünffacht.

Die Privatbank Berenberg hat Carl Zeiss Meditec +0,67% nach den vollständigen Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal auf "Hold" mit einem Kursziel von 81 Euro belassen. Der Medizintechnikhersteller habe angesicht der Corona-Krise bereits einen kräftigen Rückgang seiner Geschäftsaktivitäten angekündigt gehabt, führte Analyst Scott Bardo in einer ersten Reaktion zur Begründung an. Daher habe es keine größeren Überraschungen gegeben, doch die Signale mit Blick auf das dritte Geschäftsquartal seien zum Teil deutlich negativ. (Mit Material von dpa-AFX)
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